Deutscher Gewerkschaftsbund

04.03.2013

Entwicklungshilfe in Mali

Seit Beginn der 1980er Jahre engagiert sich die LAG Mali e.V. nach dem Grundsatz der "Hilfe zur Selbsthilfe" in Mali. Der Verein wurde unter anderem vom DGB Bayern und der Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufen. In direkter Zusammenarbeit und mit Projekten, die an den Grundbedürfnissen der Bevölkerung orientiert sind, leistet die LAG Mali e.V. einen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit. Ihr Ziel ist es, die Lebenssituation der Menschen in der Sahelregion dauerhaft zu verbessern.

Mit überschaubaren Projekten konzentriert sich die Unterstützung auf den ländlichen Raum und die Bereiche Landwirtschaft, Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung, Förderung von Selbsthilfestrukturen und Dorfentwicklung.

Ein Schwerpunkt der seit 2004 gestarteten Mikro-Projekte ist die Förderung von Frauen. Mit Brunnen und Starthilfen für den Gemüseanbau wurden die Rahmenbedingungen für zahlreiche Frauen verbessert, eigene Einkünfte zu erzielen. Zugleich konnte durch den Gartenbau die Ernährungssituation ihrer Familien verbessert und gesichert werden.

Um Gesundheit und Menschenrechte geht es in einem Projekt, das die Folgen der Mädchenbeschneidung thematisiert.

Eine Auswahl der Projekte: Kommune Dombila - Sicherung von Grundnahrungsmitteln und Ressourcenschutz

 

Kommune Dombila - Sicherung von Grundnahrungsmitteln und Ressourcenschutz

Laut einer Statistik des Office des Hautes Vallées du Niger (OHVN) können nur 2 % der Familien in der Kommune ihre Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln gewährleisten.

In den Orten N'Galamadibi und Ouessebougou-Awala fördert die LAG Mali den Getreideanbau direkt mit landwirtschaftlichem Equipment. Pro Dorf werden je zwei Zugtiere und Pflüge bereitgestellt, ebenso Geräte zur Aussaat und Transportmittel, d.h. Esel und Karren. Die dörflichen Organisationen der Frauen und der jungen Erwachsenen kümmern sich um den Unterhalt der Tiere und die Geräte. Sie organisieren ebenfalls deren Einsatz.

Parallel dazu werden Getreidebanken aufgebaut. Dabei handelt es sich um zwei solide Lagerhäuser mit einer Grundfläche von 5 x 6 m, die mit dem nötigsten Material ausgestattet sind. Aus Projektmitteln wird ein Fonds für den Getreideeinkauf zur Verfügung gestellt. Er dient dazu, Vorräte kurz nach der Ernte günstig aufzukaufen, die dann sachgemäß eingelagert werden.

Donsosso: Verbesserung der Trinkwasserversorgung und Gemüseanbau

Donsosso: Verbesserung der Trinkwasserversorgung und Gemüseanbau

Vor dem Bau dieses professionellen Schachtbrunnens (Bild) versorgten sich die Familien wieder mit dem verunreinigten Wasser der traditionellen Brunnen.

Die Bevölkerung in Donsosso musste lange Zeit zur Versorgung mit Trinkwasser auf traditionell gegrabene Brunnen zurückgreifen. Zwar wurden im Dorf zwei mit Handpumpen betriebene Brunnen installiert. Diese erwiesen sich jedoch als sehr reparaturanfällig und fallen regelmäßig über mehrere Monate aus. Daher versorgten sich die Familien mit dem verunreinigten Wasser der traditionellen Brunnen. Die Frauen berichteten, dass das Wasser eine trübe Färbung aufweist. Häufig auftretende Durchfallerkrankungen sind die Folge, die vor allem das Leben ihrer Kinder gefährden.

Daher wurden mit Hilfe der LAG Mali zwei professionelle Trinkwasserbrunnen gegraben. Dabei handelt es sich um solide Schachtbrunnen mit Deckel, die mit Betonringen verschalt sind. Das Wasser muss zwar geschöpft werden, ist dafür jedoch permanent und für mehrere Personen gleichzeitig verfügbar.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Entwicklungshilfe Mail:
http://www.lag-malihilfe.de/


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