Deutscher Gewerkschaftsbund

Gedenken und Erinnern

Die DGB-Jugend erinnert an das Novemberpogrom

Die DGB-Jugend Bayern erinnert seit 60 Jahren an die Novemberpogrome von 1938, als Synagogen gebrandschatzt und jüdische Geschäft geplündert wurden, als ein antisemitischer Mob mit staatlicher Unterstützung über Jüdinnen und Juden herfiel. 
Die Nacht vom 9. auf den 10. November markierte den Übergang von Diskriminierung zu offener Feindschaft, von Ausgrenzung zur systematischen Vernichtung jüdischen Lebens - in Deutschland und Europa.
Der Holocaust war ein Rückfall in die Barbarei, doch "Barbarei besteht fort, solange die Bedingungen, die jenen Rückfall zeitigten, wesentlich fortdauern. Das ist das ganze Grauen" (T. W. Adorno, Erziehung nach Auschwitz).
Wir wollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und auch heute wirkende strukturelle Kontinuitäten offenlegen. Antisemitismus und Rassismus sind nicht verschwunden. Auch hetzen Neonazis heute wieder zunehmend gegen Gewerkschaftsmitglieder. Es ist noch lange nicht überall möglich, ohne Angst verschieden zu sein.

Die DGB-Jugend Bayern lädt deshalb jährlich zur Gedenkveranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Dachau sowie in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gemeinsam ein um an die Opfer der Nazi-Diktatur zu erinnern.