Deutscher Gewerkschaftsbund

Gedenkstättenfahrt nach Theresienstadt und Lidice

Von 1941 bis 1945 diente die kleine Garnisonsstadt Theresienstadt in Nordböhmen den Nazis als Zwischenstation für die Transporte in die Vernichtungslager. Ca. 150.000 Menschen wurden von den Nazis aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur "jüdischen Rasse" nach Theresienstadt deportiert. Einige unter ihnen, vor allem die Menschen aus Deutschland, glaubten, in "Bad Theresienstadt" - dem "jüdischen Siedlungsgebiet" - in Ruhe gelassen zu werden. Den Nazis diente Theresienstadt als "Musterghetto" für Propaganda und Verschleierung.

Deshalb wurden Kultur- und Bildungsveranstaltungen, Kompositionen und Aufführungen im Ghetto geduldet. 87.000 Menschen wurden in Vernichtungslager transportiert. Nur etwa 4.000 von ihnen überlebten.

Zusammen mit tschechischen Kolleginnen und Kollegen wollen wir sowohl die KZ-Gedenkstätte Theresienstadt als auch die Gedenkstätte in Lidice besuchen.

Die Stadt Lidice wurde 1942 von den Nationalsozialisten als Teil der Racheaktionen nach dem Attentat tschechischer Widerstandskämpfer auf Reinhard Heydrich zerstört. Nach dem Krieg wurde Lidice 300 Meter vom alten Ort entfernt neu aufgebaut. Auf dem Gebiet des alten Lidice befinden sich heute eine Gedenkstätte und ein Museum.

Die Fahrt ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Jugendabteilung der KOVO und CMKOS und der DGB-Jugend Bayern.

Termin: 30. September - 2. Oktober 2011

Ort: Litomerice, mit Exkursionen nach Lidice und Terezin

Zielgruppe: Aktive der bayerischen Gewerkschaftsjugend sowie Interessierte


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