Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 09 - 07.03.2017

Zum Internationalen Frauentag: Gute Arbeit 4.0 für Frauen

Dr. Verena Di Pasquale: „Chancen des digitalen Wandels zur besseren Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt nutzen.“

Anlässlich des Internationalen Frauentages stellt Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, fest:
„Der digitale Wandel ist längst kein Phänomen einzelner Branchen mehr. Nahezu alle Berufe sind heute von Digitalisierungsprozessen betroffen und ein Großteil der weiblichen Beschäftigten arbeitet längst mit digitalen Technologien. Für uns ist klar, dass die Digitalisierung Chance und Risiko zugleich ist. Es gilt, den digitalen Wandel zu nutzen, um Frauen neue Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu eröffnen. Wir fordern gute Arbeit 4.0 für Frauen. Sie müssen auf sichere berufliche Perspektiven durch Qualifizierung und lebensbegleitendes Lernen bauen und ihre Arbeitszeiten mitbestimmen können.“
Der Umgang mit digitalen Technologien erfordert neue Kenntnisse und Fähigkeiten. „Noch immer nehmen Frauen seltener als ihre männlichen Kollegen an Weiterbildungsangeboten teil, da sie häufig in Teilzeit arbeiten oder die Kinderbetreuung fehlt. Deshalb brauchen wir mehr und bessere Weiterbildungsangebote für Frauen. Hinzukommen muss der flächendeckende Ausbau der Kinderbetreuung“, fordert Di Pasquale.
Die überwältigende Mehrheit (1,1 Millionen) der insgesamt 1,4 Millionen Teilzeitbeschäftigten in Bayern sind Frauen. Für sie gilt es angesichts des sich wandelnden Arbeitsmarktes neue Chancen zu eröffnen, damit Teilzeit nicht zur Teilzeitfalle wird und eine eigenständige Existenzsicherung möglich wird.
Neue Formen des Arbeitens, wie Home-Office und mobiles Arbeiten, können Beschäftigten die Chancen eröffnen, das Arbeitsleben besser an private Bedürfnisse anzupassen. Davon können insbesondere Beschäftigte mit Familien profitieren. Unter zunehmendem Zeit- und Leistungsdruck führt es aber auch oft dazu, dass zeitliche und räumliche Grenzen von Arbeit verschwimmen. Freizeit wird dann zur Arbeitszeit, wenn auch abends und am Wochenende der PC zu Hause wieder hochgefahren wird, um weiterzuarbeiten. “Wir müssen dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Privatem und Berufsleben nicht weiter verwischen. Dafür ist ein Recht auf ‚Log off‘ zentral. Gute Arbeit 4.0 heißt, dass die Beschäftigten mitentscheiden, wenn zum Beispiel die Betreuung von Kindern flexible Arbeitszeiten erfordert. Flexibilität darf keine Einbahnstraße im Sinne der Unternehmer bleiben, sondern muss zu mehr Zeitsouveränität für die Beschäftigten führen“, so Di Pasquale.


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18.01.2017
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