Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2 - 31.01.2014

Jena: „Neue Ordnung der Arbeit bedeutet mehr als nur Mindestlohn“

Energiewende ist entscheidende Frage für Hochtechnologiestandort Bayern

Matthias Jena will im Falle seiner Wiederwahl die Herstellung einer neuen Ordnung der Arbeit zu einem zentralen Thema für die kommenden Jahre machen. Der Vorsitzende des DGB Bayern sagte am Freitag in seiner Rede bei der 20. Ordentlichen DGB-Bezirkskonferenz in Augsburg: „Wir haben Stabilisierungen durchgesetzt, damit Beschäftigte nicht in den Morast der Prekarität hinabgezogen werden. Aber der Boden der Arbeitswelt ist immer noch schwankend, und wir müssen weiter daran arbeiten, ihn zu befestigen. Eine neue Ordnung der Arbeit bedeutet mehr als nur Mindestlohn.“

Jena verwies darauf, dass DGB und Gewerkschaften mit den Themen Mindestlohn, Regulierung von Leiharbeit und Vereinfachung von Allgemeinverbindlichkeitserklärungen von Tarifverträgen wichtige Verbesserungen für die Beschäftigten angestoßen haben, die zumindest kurz vor der Umsetzung stehen. Das reiche aber nicht, um alle Beschäftigten angemessen am wachsenden Wohlstand im Land zu beteiligen und ihnen sichere, moderne und nicht krank machende Arbeitsplätze anzubieten. Jena kritisierte Entwicklungen wie ständige Erreichbarkeit und Arbeitseinsatz rund um die Uhr, zunehmende Arbeitsverdichtung und wachsender Leistungsdruck: „Das sind die Herausforderungen der nächsten Jahre, hier müssen und werden wir uns engagieren.“

Als entscheidende Frage für die Zukunft des Hochtechnologiestandortes Bayern bezeichnete Jena die Energiewende. Er kritisierte die Tatenlosigkeit der Staatsregierung: „Immer nur Nein sagen genügt nicht. Die Energiewende darf nicht verschlafen, sie muss gestaltet werden. Wir brauchen Versorgungssicherheit für Industrie, Handel und private Haushalte. Zu wettbewerbsfähigen und bezahlbaren Preisen. Wir fordern den massiven Ausbau von Netzen und Infrastruktur.“

Christiane Berger, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, sprach sich in ihrer Rede am Freitag dafür aus, die gute Wirtschaftslage Bayerns zu nutzen, um die Lebensbedingungen aller Menschen zu verbessern. Wenn der bayerische Reichtum nicht allen Menschen in Bayern für ihre Teilhabe, für ihre Lebenschancen und für ein Mindestmaß an persönlicher Sicherheit diene, dann sei er wertlos – egal ob wirtschaftlich, politisch oder sozial betrachtet. „Der DGB Bayern führt keine Neid-Debatte. Der DGB Bayern führt eine Zukunftsdebatte“, so Berger.

Der DGB erwarte endlich ein signifikantes Agieren der Bayerischen Staatsregierung. Berger: „Probleme müssen erkannt, benannt und gelöst werden. Wir erwarten reagieren und handeln. Es muss Schluss sein mit dem Dauerwarten auf den Markt, mit dem Aussitzen von Problemen und ziellosem Aktionismus.“


Nach oben
31.01.2014

Rede Matthias Jena DGB-Bezirkskonferenz 2014

Rede Matthias Jena Bezirkskonferenz 2014 (PDF, 353 kB)

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern sagte am 31. Januar 2014 in seiner Rede bei der 20. Ordentlichen DGB-Bezirkskonferenz in Augsburg: „Wir haben Stabilisierungen durchgesetzt, damit Beschäftigte nicht in den Morast der Prekarität hinabgezogen werden. Aber der Boden der Arbeitswelt ist immer noch schwankend, und wir müssen weiter daran arbeiten, ihn zu befestigen. Eine neue Ordnung der Arbeit bedeutet mehr als nur Mindestlohn.“


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
Arbeitsmarkt: Wachsende Unsicherheit zurückdrängen
Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen kritisiert Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, die weitere Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Jena sieht die Politik in der Pflicht, für Ordnung auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Arbeitsmarkt: Atypische Beschäftigung muss zurückgedrängt werden
Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, stellt anlässlich der heutigen Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen fest: „Auf den ersten Blick zeigt sich der bayerische Arbeitsmarkt erneut stark und aufnahmefähig. Dabei wird aber allzu oft übersehen, dass ein wesentlicher Teil des Job-Booms auf einen Zuwachs an atypischer Beschäftigung zurückzuführen ist.“ Zur Pressemeldung
Datei
Rede von Matthias Jena zur Verleihung des Wilhelm-Hoegner-Preises an den DGB Bayern 2015
Rede von Matthias Jena zur Verleihung des Wilhelm-Hoegner-Preises an den DGB Bayern am 25.10.2015 im Bayerischen Landtag München weiterlesen …

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Pressemitteilungen des DGB Bayern