Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12 - 06.03.2018

Internationaler Frauentag 2018 - DGB Bayern feiert 100 Jahre Frauenwahlrecht

Di Pasquale: "Wahlrecht nutzen und Teilhabe nicht aufs Spiel setzen!"

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2018 stellt die stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, Dr. Verena Di Pasquale, fest: "Trotz des hundertjährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts in Deutschland existiert Gleichstellung zwischen den Geschlechtern praktisch nur auf dem Papier. Nach wie vor fehlt es an Frauen in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft und auch in den Parteien sind Frauen eindeutig in der Minderheit." Beispielsweise sei das deutsche Parlament so männlich wie seit zwanzig Jahren nicht mehr.

Die Ungleichbehandlung zeige sich auch im Arbeitsalltag deutlich: "Zwar steigt die Beschäftigung kontinuierlich an, doch der Anteil weiblicher Beschäftigter an atypischer Beschäftigung liegt seit Jahren bei über 70 Prozent. Viele Frauen sind befristet beschäftigt, arbeiten in Minijobs oder unfreiwillig in kurzer Teilzeit. Daher ist ein gesetzliches Rückkehrrecht aus Teilzeit in Vollzeit zwingend notwendig. Denn auch Frauen haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in wirtschaftlicher Unabhängigkeit", sagt Di Pasquale.

Um Chancengleichheit durchzusetzen, nimmt Di Pasquale nicht nur die Politik, sondern auch die Frauen selbst in die Pflicht: "Es steht außer Frage, dass die politischen Entscheiderinnen und Entscheider ihren Beitrag leisten müssen, um die bestehenden Lücken in Sachen Entgelt und Rente zu schließen. Aber auch die Frauen sind aufgefordert, heute für ihre Rechte zu kämpfen. Noch immer gehen zu viele Frauen nicht zur Wahl, bei der letzten Landtagswahl war es von den unter 35-Jährigen fast jede zweite. Unsere Vorgängerinnen haben lange für das Wahlrecht und die Teilhabe an der Gestaltung einer gerechten Gesellschaft gekämpft. Das dürfen wir nicht aufs Spiel setzen!" Daher fordert Di Pasquale alle Frauen dazu auf, aktiv von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und demokratische Kräfte zu stärken – "bei den gerade laufenden Betriebsratswahlen ebenso wie bei der Landtagswahl am 14. Oktober."

Umso positiver sieht Di Pasquale daher den konstanten Zulauf an weiblichen Mitgliedern bei den Mitgliedsgewerkschaften des DGB Bayern: "Auch dank des wachsenden Frauenanteils sind die Gewerkschafterinnen des DGB Bayern in der gleichstellungspolitischen Landschaft mit über 240.000 Mitgliedern der größte Verbund, der die Interessen von Arbeitnehmerinnen vertritt. Das ist eine gute Basis, um unseren Forderungen nach Guter Arbeit Nachdruck zu verleihen", so Di Pasquale.


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