Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37 - 29.08.2017

Armutsgefährdung steigt auch in Bayern

Di Pasquale: „Aus Missständen müssen endlich Konsequenzen gezogen werden.“

Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das Armutsrisiko in Bayern mit 12,1 Prozent im Bundesvergleich am zweitgeringsten. Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern: „Die Probleme in Bayern dürfen nicht durch den Vergleich mit anderen Bundesländern verschleiert werden. Die Armutsgefährdung im Freistaat steigt. Es gilt auch in Bayern aus den sozialen Missständen Konsequenzen zu ziehen und gegenzusteuern.“ Im Vergleich zu 2006 ist das Armutsrisiko um 1,2 Prozentpunkte gestiegen.

Ein genauer Blick in den aktuellen Sozialbericht der Bayerischen Staatsregierung dokumentiert sehr wohl die Kluft zwischen Arm und Reich. Erwerbslose, Alleinerziehende und ältere Menschen haben ein überdurchschnittlich hohes Armutsrisiko und auch die Kinderarmut liegt über dem bayerischen Landesdurchschnitt. Verena Di Pasquale fordert deshalb: „Die Staatsregierung darf die zunehmende Armutsgefährdung nicht länger verharmlosen und muss dafür sorgen, dass der Wohlstand bei den Menschen ankommt. Dazu zählt, die Tarifbindung zu stärken, den Niedriglohnsektor einzudämmen und sich für eine starke gesetzliche Rente einzusetzen.“


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