Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16 - 31.03.2016

Arbeitsmarkt: Spaltung auf dem Arbeitsmarkt beenden

Jena: "Wirtschaft und CSU bremsen gute Arbeitsbedingungen aus."

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen: „Der bayerische Arbeitsmarkt erlebt einen Frühlingsaufschwung. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten steigt weiterhin.“ Jena fordert daher: „Die Spaltung auf dem Arbeitsmarkt muss beendet werden. Der Wirtschaftsaufschwung ist eine Chance, die Beschäftigung in Bayern gerechter zu gestalten.“

Jena kritisiert die nach wie vor steigenden Beschäftigungsverhältnisse über Leiharbeit und Werkverträge. „Rund ein Drittel der derzeit offenen Stellen in Bayern sind Arbeitsplätze in der Leiharbeit. Die Zahl der Beschäftigten zweiter Klasse neben der Stammbelegschaft nimmt immer mehr zu.“ Jena ergänzt: „Betriebe vergeben außerdem weiterhin Aufträge über Werkverträge an externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Ergebnisse sind Lohndumping, unterlaufene Kündigungsschutzstandards und die Einschränkung der Mitbestimmung in den Betrieben.“

Jena bekräftigt die Forderungen nach einer Regulierung der beiden Instrumente. „Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD zugesagt, den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen zu verhindern. Der Gesetzentwurf wurde von der CSU auf Druck der Arbeitgeberseite gestoppt. Dadurch sind zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bayern weiterhin dem Lohndumping ausgesetzt.“

Jena betonte, den andauernden Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen nicht hinzunehmen. „Wir werden nicht locker lassen und uns weiter für die Gleichstellung von Beschäftigten in Leiharbeit und Werkverträgen einsetzen.“


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