Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 66 - 04.11.2013

Hannack in Dachau: Kein Platz für Rechtsextremismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft

DGB-Jugendsekretärin Backmann fordert Verbot von NPD, Freiem Netz Süd und Neonazi-Gruppen

Die DGB-Jugend Bayern hat in der KZ-Gedenkstätte Dachau am 3. November 2013 an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte in ihrer Rede: „Es ist unsere Pflicht und unser immerwährender Auftrag, die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte aufrecht zu erhalten. Vor allem der jüngeren Generation müssen wir vermitteln, was damals geschehen ist, so dass sie für die Verantwortung in Politik und Gesellschaft in der Gegenwart bereit ist. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass rechtsextremes und antisemitisches Gedankengut keinen Platz in unserer Gesellschaft hat.“
 
Elke Hannack hob auch die besondere Verantwortung der Gewerkschaften als gesellschaftspolitische Akteure hervor. In ihrer Gedenkrede erinnerte sie an die Zerschlagung der Gewerkschaften, die sich in diesem Mai zum achtzigsten Mal jährte. „Für eine freie, demokratische Gesellschaft braucht es viel Engagement – auch von den Gewerkschaften. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Demokratie und ihre Mechanismen gefährdet werden. Deshalb müssen wir uns und unser Handeln stets prüfen. Der alleinige Maßstab kann nur die unantastbare Würde des Menschen sein.“
 
Die bayerische DGB-Bezirksjugendsekretärin Astrid Backmann betonte in ihrer Begrüßung, dass sich menschenfeindliche Einstellungen in nahezu allen gesellschaftlichen Gruppen finden. Rechtes Gedankengut sei keine Randerscheinung sondern tief in der Gesellschaft verankert und bilde so den Nährboden für eine in Bayern sehr aktive rechte Szene. Backmann: „Deshalb ist die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die DGB-Jugend auch immer mit der Frage verbunden, welche Erfahrungen wir daraus für die Gestaltung unserer Zukunft ziehen können. Dazu gehört für die DGB-Jugend die lückenlose Aufklärung der NSU-Morde genauso wie ein endgültiges Verbot der NPD, des Freien Netz Süd und sonstiger neonazistischer Gruppen.“
 
Seit 1952 erinnert die DGB-Jugend Bayern jährlich mit einer Gedenkfeier im ehemaligen Konzentrationslager Dachau anlässlich der Novemberpogrome 1938 an die Opfer des Nationalsozialismus.

Rede Elke Hannack (PDF, 52 kB)

Rede der stellvertretenden DGB-Bundesvorsitzenden Elke Hannack am 3. November 2013 bei der Gedenkfeier der DGB-Jugend Bayern in der KZ-Gedenkstätte Dachau.


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Bild / Bildergalerie

04.11.2013

Fo­tos Ge­denk­fei­er Dach­au 2013

DGB-Jugend Bayern/Klingner
Über 100 Menschen kamen am 3. November 2013 zur Gedenkfeier der DGB-Jugend Bayern für die Opfer des Nationalsozialismus in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack hielt die Gedenkrede.
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