Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 31 - 16.06.2018

DGB-Frauen verleihen Un-Gleichstellungspreis „Schwarze Petra“ an Lidl und Rossmann

Firmen instrumentalisieren Internationalen Frauentag für Werbezwecke

Im Rahmen des 2. Frauengipfels des DGB Bayern haben die DGB-Frauen zum dritten Mal den Un-Gleichstellungspreis „Schwarze Petra“ verliehen. In diesem Jahr geht die „Auszeichnung“ an die Dirk Rossmann GmbH und an die Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG.

„Mit der Werbekampagne „Rossfrau“ unter dem Motto #lasstdieFrauraus zum Internationalen Frauentag hat die Firma Rossmann gängige Klischees bemüht: Frauen wollen Tag und Nacht Prinzessin sein, Beautyqueen, Naschkatze, Diva, Heldin. Die Firma Lidl versuchte zeitgleich mit Angeboten für preisgünstige Blumensträuße und Backzutaten, den Internationalen Frauentag zum zweiten Muttertag zu erklären“, erklärte Bettina Messinger, Vorsitzende des DGB-Bezirksfrauenausschusses, die Auswahl der Preisträger.

„Der Internationale Frauentag ist ein politischer Kampftag für Gleichberechtigung und Solidarität. Die Preisträger haben diesen wichtigen politischen Tag jedoch für ihre Werbezwecke missbraucht. Damit haben sich Lidl und Rossmann den Un-Gleichstellungspreis redlich verdient, “ so Messinger.

 

Hintergrund

Seit 2016 verleihen die DGB-Frauen einmal im Jahr den Un-Gleichstellungspreis „Schwarze Petra“, eine Schornsteinfegerin in Form einer Spielkarte. Sie ist eine „Auszeichnung“ für gravierende Verstöße gegen die Gleichstellung von Frauen und Männern. Bisherige Preisträger sind die Bayerische Staatsregierung und Radio Galaxy. Die „Schwarze Petra“ fordert dazu auf, den Ruß aus dem eigenen Kamin zu kehren, sodass wieder frische Luft ins Haus hineinkommen kann. Sie ist ein Ansporn, sich für eine in die Zukunft gerichtete Gleichstellungspolitik einzusetzen.

 

 


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Die "Schwarze Petra"

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