Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 07 - 01.03.2017

Arbeitsmarkt: Atypische Beschäftigung muss zurückgedrängt werden

Jena: Boomenden Arbeitsmarkt für Trendumkehr nutzen - Sicherheit der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellen

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, stellt anlässlich der heutigen Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen fest: „Auf den ersten Blick zeigt sich der bayerische Arbeitsmarkt erneut stark und aufnahmefähig. Dabei wird aber allzu oft übersehen, dass ein wesentlicher Teil des Job-Booms auf einen Zuwachs an atypischer Beschäftigung zurückzuführen ist.“

Fast 40 Prozent der Arbeitsplätze in Bayern entfallen mittlerweile auf Leiharbeit, Minijobs und andere Formen atypischer Beschäftigung. Seit 2003 wuchs ihre Zahl in Bayern von 1,4 Millionen auf über 2,2 Millionen an. Allein die Stellen mit sachgrundloser Befristung haben sich seit 2003 auf ca. 175.000 fast verdoppelt. 

„Viele dieser Beschäftigungsformen produzieren vor allem eines: Unsicherheit. Daher muss endlich Schluss sein mit immer neuen Höchstständen bei der atypischen Beschäftigung in Bayern. Der boomende Arbeitsmarkt muss dazu genutzt werden eine Trendumkehr einzuleiten: Atypische Beschäftigung muss zurückgedrängt und die Sicherheit der Beschäftigten wieder in den Mittelpunkt gestellt werden“, so Jena.


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