Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20 - 25.04.2018

Psychische Erkrankungen: Arbeitsbedingungen müssen in den Fokus rücken

Jena: "Fachkräftegejammer muss endlich zu gesundheitsförderlicher Arbeitsgestaltung führen."

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, verlangt angesichts der heute durch die AOK Bayern veröffentlichten Zahlen über den erneuten Anstieg der psychischen Erkrankungen mehr Engagement beim Gesundheitsschutz. Die Arbeitsbedingungen müssen dabei in den Fokus rücken.

"Es kann doch nicht sein, dass wir von Politik und Unternehmensseite immer wieder etwas vom Fachkräftemangel erzählt bekommen und auf der anderen Seite die bereits vorhandenen Fachkräfte mangels geeignetem Schutz verschlissen werden. Das Fachkräftegejammer muss endlich zu gesundheitsförderlicher Arbeitsgestaltung führen", so Jena.

Viele Beschäftigte arbeiten heute wie im Hamsterrad: immer höherer Leistungsdruck und permanente Verfügbarkeit. Arbeitshetze, Verdichtung, Flexibilisierung und Entgrenzung. Dies sind neben der oftmals dünnen Personaldecke die Haupttreiber der traurigen Entwicklung um die erneuten Höchststände der psychischen Erkrankungen.

Jena hierzu: "Mit der vielzitierten Digitalisierung droht eine erneute Beschleunigung. Um den jetzigen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitsschutz für Beschäftigte wirksam begegnen zu können, fordert der DGB Bayern mehr Mitbestimmung bei Arbeitszeiten, bei Leistungsvorgaben und bei der Personalbemessung."


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