Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 27 - 30.05.2018

Arbeitsmarkt: Finanzielle Anreize zur Weiterbildung stärken

Jena: „Die Menschen müssen unterstützt werden, eine abschlussorientierte Weiterbildung auch finanziell durchzuhalten.“

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, sagt zur heutigen Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen: „Das Sommerhoch hat den bayerischen Arbeitsmarkt fest im Griff. Allerdings türmen sich bereits erste Gewitterwolken der mangelnden Qualifizierung auf. Arbeitskräfte werden über alle Branchen hinweg händeringend gesucht. Bewerber und offene Stellen müssen endlich entsprechend zusammengebracht werden." Jena zufolge stelle die passende Qualifikation oftmals ein Hindernis dar. „Abhilfe schafft hier ein verstärkter Fokus auf die abschlussorientierte Weiterbildung. Diese Möglichkeit wird noch zu wenig genutzt", so Jena.

Zu kritisieren sind die nach wie vor mangelnden systematischen Anreize für arbeitslose Menschen, eine abschlussorientierte Weiterbildung aufzunehmen. Diese Weiterbildungen dauern in der Regel zwei Jahre und beinhalten bei Bestehen der Zwischen- und Abschlussprüfung eine Prämie von insgesamt 2.500 €.

Jena hierzu: „Wir müssen die Menschen dabei unterstützen, eine abschlussorientierte Weiterbildung auch finanziell durchzustehen. Nimmt ein Arbeitsloser statt der abschlussorientierten Weiterbildung etwa einen Ein-Euro-Job auf, kann er 4.644 € dazuverdienen – zusätzlich zum Hartz-IV-Satz. 2.500 € reichen demnach bei weitem nicht aus, um Menschen, die möglicherweise nicht nur sich, sondern eine ganze Familie versorgen müssen, von diesem Schritt zu überzeugen. Hier müssen stärkere finanzielle Anreize geschaffen werden.“

Der DGB Bayern fordert die Bayerische Staatsregierung daher auf, sich für einen ergänzenden Unterhalt neben dem Arbeitslosengeld oder der Hartz-IV-Regelleistung bei abschlussorientierten Maßnahmen einzusetzen. Der dadurch zu erzielende materielle Zugewinn muss mindestens so hoch sein wie bei einem Ein-Euro-Job. Gleichzeitig appelliert der DGB Bayern an die Staatsregierung, die geplanten Bildungsschecks zügig umzusetzen und die Zielgruppe auf arbeitslose Menschen zu erweitern.


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29.03.2018
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