Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 4 - 31.01.2014

Dr. Verena Di Pasquale als stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern gewählt

Ausbau der sozialen Sicherung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen sollen Schwerpunkte ihrer Arbeit werden

Dr. Verena Di Pasquale ist am Freitag zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden des DGB Bayern gewählt worden. 82 der 100 Delegierten stimmten für die 48-jährige Volkswirtin und Sozialökonomin als Nachfolgerin von Christiane Berger. Es gab sieben Nein-Stimmen und elf Enthaltungen. Das entspricht einem Ergebnis von 92,1 Prozent. Dr. Di Pasquale war die einzige Kandidatin.

In ihrer Vorstellungsrede nannte sie den Ausbau der sozialen Sicherung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten als Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit: „Einerseits kommen immer mehr Menschen nicht mit ihrem Entgelt aus. Die Armutsgefährdung steigt. Andererseits wirkt sich die Spaltung des Arbeitsmarktes, die aus der zunehmenden Prekarisierung resultiert, auch auf die Qualität der Arbeit aus. Die Spaltung innerhalb der Belegschaften selbst nimmt zu. Beschäftigte werden gezwungen, geringere Rechte, weniger Schutz, Lohnsenkungen und sich verschlechternde Arbeitsbedingungen zu akzeptieren. Hier leisten die Gewerkschaften Gegenwehr auf allen Ebenen, in den Betrieben und in den Auseinandersetzungen mit der Landespolitik.“

Dr. Di Pasquale verweist darauf, dass fast jeder zweite bayerische Beschäftigte damit rechnet, bei seinen jetzigen Arbeitsbedingungen nicht bis zur Rente durchzuhalten. Aus gesundheitlichen Gründen müssen viele bereits mit 51 Jahren ausscheiden. „Wir brauchen mehr alters- und alternsgerechten Arbeitsplätze und mehr Prävention und Gesundheitsförderung in den Betrieben. Es ist Zeit, dass die Arbeitgeber ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Beschäftigten im Betrieb nachkommen“, so Dr. Di Pasquale.

Die Folgen dieser schlechten Arbeitsbedingungen und die Absenkung des Rentenniveaus von 50 auf 43 Prozent bis 2030 führen auch zu Altersrenten, die nicht zum Leben reichen, und damit zu Altersarmut. Dr. Di Pasquale: „Die bayerische Staatsregierung täte gut daran, rentenpolitisch zur Vernunft zu kommen und ihre „starke Stimme“ in Berlin dazu zu nutzen, dass auch mal was den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.“

Alles über die DGB-Bezirkskonferenz in Augsburg erfahren Sie im Konferenz-Blog: www.deine-gewerkschaft.de


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