Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 1 - 03.01.2017

Bayerischer Arbeitsmarkt: Robuste Entwicklung setzt sich 2017 fort

Jena: Investitionen in Integration bieten hohes Potential

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, stellt anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen fest: „Angesichts der nach wie vor hohen Arbeitskräftenachfrage in Bayern wird sich die robuste Entwicklung des Arbeitsmarktes auch im Jahr 2017 fortsetzen. Trotz aller Risiken erwarten wir eine weitere Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.“

Gleichzeitig ist zu erwarten, dass sich im Jahr 2017 die Anzahl der Menschen in der Grundsicherung erhöhen wird, da in den kommenden Monaten zahlreiche Asylverfahren abgeschlossen sein werden. Aufgrund dieser Entwicklung spricht sich Matthias Jena für noch größere Integrationsbemühungen aus:

„Investitionen in Integration bietet ein hohes Potential. Die Wirtschaft in Bayern wächst. Die Arbeitskräftenachfrage ist groß. Es gilt nun den zu uns geflüchteten Menschen eine Ausbildungs- oder Erwerbsperspektive zu ermöglichen. Die ein oder andere sporadische Flüchtlingsintegrationsmaßnahme oder das nächste Praktikum ist zu wenig. Was wir brauchen, ist eine Investition in die Köpfe sowie dauerhafte sozialversicherungspflichtige Arbeitsmöglichkeiten.“

Eindringlich appelliert Jena an die bayerische Staatsregierung, die Möglichkeiten des Spracherwerbs und der Ausbildung nicht vom Aufenthaltsstatus und der Bleibeperspektive der Geflüchteten abhängig zu machen:

„Selbst bei einer Rückkehr der Betroffenen in ihre Heimatregionen würden ihnen die erworbenen Kenntnisse als persönliches Kapital bleiben und sollten als Beitrag zur Entwicklungshilfe und Fluchtursachenbekämpfung betrachtet werden. Daher bleibt es dabei: Wir fordern den Zugang zur Ausbildung auch für geduldete Flüchtlinge. Die Staatsregierung muss ihren restriktiven Sonderweg bei der Auslegung der bundesweiten 3+2 Regelung beenden.“


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