Deutscher Gewerkschaftsbund

08.10.2018

Wahlzeit - Respekt und Solidarität

Am 14. Oktober 2018 ist Landtagswahl. Zeit, dass Beschäftigte mit ihrer Stimme klarmachen, was sich ändern muss. Wir wählen gute Arbeit und gutes Leben.

Wohnen muss bezahlbar sein!

Wir fordern bis 2025 mindestens 50.000 neue Sozialwohnungen. Dazu braucht es die Verdoppelung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau und die Förderung genossenschaftlicher Wohnformen. Außerdem muss die Spekulation mit Baugrund ein Ende haben!

Ein Job muss zum Leben reichen!

Tarifverträge sind eine Absicherung für Millionen Beschäftigte. Aus diesem Grund ist eine Stärkung der Tarifbindung zwingend notwendig. Dafür braucht es zum einen mehr Allgemeinverbindlicherklärungen, zum anderen endlich wieder ein bayerisches Tariftreue- und Vergabegesetz! Außerdem werden noch immer viele Beschäftigte in Bayern um den Mindestlohn geprellt. Bei der Umsetzung des Mindestlohns bedarf es daher endlich effektiverer Kontrollen.

Arbeit darf nicht krank machen!

Wir brauchen eine Ausweitung der Mitbestimmung, damit Beschäftigte nicht länger ausgebeutet werden. Die künftige Bayerische Staatsregierung muss Gewerkschaften dabei unterstützen. Wir verteidigen das Arbeitszeitgesetz. Das Schleifen des Arbeitszeitgesetzes würde zu weiteren Belastungen für Beschäftigte führen. Deshalb: Hände weg von den Regelungen der Arbeitszeit!

Gleiche Arbeit heißt gleicher Lohn!

Wir wollen eine Aufwertung der frauendominierten Berufe, die sich auch in der Bezahlung zeigt. Wer gleiche Chancen für Frauen und Männer will, muss außerdem massiv in den Ausbau von Kinderbetreuung und Ganztagesschulen investieren.

Bayern – weltoffen, solidarisch, gerecht

Wer ein soziales und gerechtes Bayern will, muss sich dafür engagieren, bei der Landtagswahl und darüber hinaus. Nichts fällt uns in den Schoß! Bei der Wahl am 14. Oktober können wir deutlich machen, was wir wollen, nämlich gute Arbeit und ein gutes Leben. Und ein Bayern, das weltoffen, solidarisch und gerecht ist. Aber wir müssen auch deutlich machen, was wir nicht wollen: Spaltung, Rassismus, Ausgrenzung und die Suche nach Sündenböcken. Wir wissen aus den Betrieben, dass die Arbeitswelt Vielfalt bedeutet. Bei Gewerkschaften sind Männer und Frauen, Christen und Muslime, Kolleginnen und Kollegen aus unzähligen Nationen aktiv. Das verbindet uns. Diese Vielfalt setzen wir politisch nicht aufs Spiel. Die AfD ist auch in Bayern keine Alternative für die Lösung der sozialen Probleme. Die AfD spaltet, grenzt aus und bekundet das exakte Gegenteil von gewerkschaftlichen Vorstellungen und dem tagtäglichen Handeln. Wer rassistisch und zum Teil auch völkisch agitiert, greift auch unsere Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund an! Dem stellen wir uns entgegen – denn unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität! 

Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität!

DGB Bayern

Am 14. Oktober Demokratie wählen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Welt ist bunt. Rechte Populisten aber denken nur in schwarz-weiß: „Wir“ gegen die anderen, Freund gegen Feind, vielschichtige Realitäten gegen einseitige Erklärungen. Wer die Grundwerte der Demokratie mit Füßen tritt, wer rassistisch und menschenverachtend auftritt und für die Demokratie eine Gefahr darstellt, hat unsere Stimme nicht verdient! Denn wir setzen uns ein für eine gerechte, solidarische und offene Gesellschaft. Und wir alle haben die Wahl! Mit unserer Stimme müssen wir die demokratischen Kräfte stärken, die für Werte wie Respekt und Solidarität stehen. Daher geht am 14. Oktober zur Wahl und gebt eure Stimme der Demokratie.

 

Euer Matthias Jena,

Vorsitzender des DGB Bayern,

und

Eure Verena Di Pasquale,

stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern 

Die Wahlzeit im PDF-Format zum Download:


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