Deutscher Gewerkschaftsbund

19.02.2016

Einladung zum Frauengipfel

Das ist der Gipfel!

96 Prozent aller Frauen wollen laut einer Umfrage auf eigenen Beinen stehen, aber zwei Drittel der beschäftigten Frauen verdienen nicht genug, um mit ihrem Einkommen die eigene Existenz sichern zu können. Trotz guter Wirtschaftslage steigt die Armutsgefährdung in Bayern, besonders für Alleinerziehende.

Nicht die Frauen müssen sich anpassen, um in einer männlich geprägten Arbeitswelt zurechtzukommen, sondern die strukturellen Behinderungen müssen beseitigt werden, damit Frauen eine eigenständige Erwerbsbiografie möglich wird. Geschlechtergerechtigkeit ist erst erreicht, wenn Frauen und Männer bei gleicher und gleichwertiger Qualifikation und Tätigkeit auch gleich bezahlt werden.

Frauen hängen sich rein, leisten oft 120 Prozent, um finanziell unabhängig zu sein. Doch sie arbeiten auch in diesem Jahr wieder bis zum 19. März, dem errechneten Equal Pay Day, quasi unentgeltlich. Die Entgeltlücke liegt durchschnittlich immer noch konstant bei 22 Prozent. Und was passiert, wenn sich plötzlich alles ändert im Leben durch Kinder, Scheidung, Pflege- oder Todesfall? Noch immer sind es in erster Linie Frauen, die die Unwägbarkeiten und Einbrüche des Lebens schultern.

Die Folgen der unterbrochenen Erwerbsbiografien zeigen sich auch bei den Renten. Immer mehr Frauen über 65 müssen sich einen Minijob suchen, weil die Rente zum Leben nicht reicht.

DGB Bayern

Frauen wollen keine Re-Traditionalisierung der Geschlechterrollen wenn sie eine Familie gründen, sondern auch dann wirtschaftlich unabhängig sein. Dafür brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen. Flächendeckende und gute Kinderbetreuung gehört dazu, aber auch familienfreundliche Arbeitszeitmodelle für Männer und Frauen. Die Erwerbs- und Sorgearbeit muss unabhängig von stereotypen Rollenmodellen gerecht verteilt werden. Wie können Modelle partnerschaftlicher Vereinbarkeit ökonomisch abgesichert werden?

Wir werden uns auf dem Frauengipfel damit auseinandersetzen, wie weit wir in Bayern in Sachen Gleichstellung schon gekommen sind, welche Hürden Frauen überwinden müssen und welche Maßnahmen in die falsche Richtung gehen. Erstmals wird der DGB-Bezirksfrauenausschuss im Rahmen dieses Gipfeltreffens einen Un-Gleichstellungspreis verleihen: Die "Schwarze Petra".

 

Programmablauf

09:30 Uhr Ankommen und Imbiss

10:00 Uhr Poetry Slam: Franziska Holzheimer "Die Frau als Politikum"

10:15 Uhr Eröffnung und Begrüßung
                   Silke Klos-Pöllinger, Vorsitzende DGB-Bezirksfrauenausschuss

10:30 Uhr Grußwort
                   Christine Strobl, 3. Bürgermeisterin der Stadt München

10:45 Uhr Statements zu "Eigenständige Existenzsicherung von Frauen"
                   Dr. Verena Di Pasquale, Stv. Vorsitzende DGB Bayern
                   Luise Klemens, Landesbezirksleiterin ver.di Bayern
                   Gundi Tillmann, Regionalleiterin IG BAU Bayern

11:45 Uhr Pause

12:15 Uhr Wie weit sind wir in Bayern mit echter Gleichstellung?
                   Diskussion mit:

                   Renate Schmidt, Bundesministerin a.D.
                   Angelika Gössl, Leiterin Stab Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, BA Regionaldir. Bayern
                   Dr. Verena Di Pasquale, Stv. Vorsitzende DGB Bayern
                   Luise Klemens, Landesbezirksleiterin ver.di Bayern
                   Gundi Tillmann, Regionalleiterin IG BAU Bayern
                   Moderation: Susanne Klingner, Süddeutsche Zeitung

13:45 Uhr Verleihung des Un-Gleichstellungspreises "Schwarze Petra"

14:00 Uhr Ende des DGB-Frauengipfels

anschl.      gemeinsamer Demozug vom DGB-Haus zum Marienplatz
15:00 Uhr Teilnahme an der Aktion des Münchner Bündnisses zum Equal Pay Day


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Dossier zur "Schwarzen Petra"

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