Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 41 - 26.09.2019

DGB Bayern fordert mehr Investitionen in Qualität der Kinderbetreuung

Di Pasquale: „Wer die Qualität in den bayerischen Kitas wirklich verbessern will, muss für einen besseren Betreuungsschlüssel und eine bessere Bezahlung des pädagogischen Personals sorgen.“

Anlässlich aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Betreuungsquote unter Dreijähriger fordert Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, die Bayerische Staatsregierung auf, mehr finanzielle Mittel für qualifizierte Fachkräfte an bayerischen Kindertagesstätten bereitzustellen und so dem massiven Personalnotstand zu begegnen.

Denn Bayern belegt in dieser Statistik mit einer Betreuungsquote von 28,5 Prozent nur den drittletzten Platz. Für Di Pasquale ist das ein Resultat jahrelanger Vernachlässigung der tatsächlichen Problemlage: „Die Staatsregierung hat den Ausbau der Kitas und die Verbesserung der Betreuungsqualität seit Jahren nur halbherzig verfolgt, dabei fehlt es gerade in Ballungszentren häufig an Fachkräften, die die wichtige Arbeit der Kinderbetreuung übernehmen können. Dies hat zur Folge, dass die Arbeitsbelastung für das bestehende Kita-Personal enorm ist. Anstatt dieses Problem anzugehen und grundlegende Verbesserungen für Eltern, Kinder und Personal zu schaffen, nutzt die Staatsregierung die Mittel aus dem „Gute-Kita“-Gesetz vor allem, um ihre Wahlversprechen zu finanzieren“, kritisiert Di Pasquale.

Gerade der Fokus auf die Beitragssenkungen ist Di Pasquale ein Dorn im Auge: „Zwar sind Beitragssenkungen grundsätzlich zu begrüßen, aber doch nicht mit der Gießkanne und auf Kosten der Qualität. Wer die Betreuungsqualität in den bayerischen Kitas wirklich verbessern will, muss für einen besseren Betreuungsschlüssel und eine bessere Bezahlung des pädagogischen Personals sorgen. Zudem müssen alle angehenden Erzieherinnen und Erzieher endlich durchgängig eine Ausbildungsvergütung erhalten. Nur so wird es möglich sein, ausreichend Fachkräfte zu gewinnen und sie auch langfristig in diesem Beruf zu halten“, so Di Pasquale abschließend.


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