Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 34 - 29.08.2019

Arbeitsmarkt: DGB Bayern fordert Gestaltung des Wandels am Arbeitsmarkt

Jena: „Für den Fall, dass es nicht bei dieser Delle bleibt, müssen jetzt die richtigen Maßnahmen getroffen werden.“

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, stellt anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen fest: „Die Konjunktur schwächelt – das macht sich auch auf dem bayerischen Arbeitsmarkt bemerkbar. Von einem Einbruch sind wir zwar dank einer stabilen Binnennachfrage noch weit entfernt, aber für den Fall, dass es nicht bei dieser Delle bleibt, müssen jetzt die richtigen Maßnahmen getroffen werden. Es ist an der Zeit, den Wandel auf dem Arbeitsmarkt aktiv zu gestalten“, so Jena.

Oberste Priorität müsse laut Jena der Erhalt von Arbeitsplätzen sein. Gleichzeitig sollen die Beschäftigten für künftige berufliche Anforderungen qualifiziert werden. Daher plädiert Jena für die Einführung eines Transformationskurzarbeitergeldes: „Hiermit wird das bewährte Instrument der Kurzarbeit mit Weiterbildung verknüpft. Im Falle von Produktionseinbrüchen, etwa als Folge von grundlegenden Umbauprozessen, können so einerseits Entlassungen vermieden werden, andererseits erhöht sich für die Beschäftigten die Chance auf eine Weiterbeschäftigung nach dem Umbau“, betont Jena.

„Ein Schritt in die richtige Richtung“ ist für Jena daher das von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil geplante „Arbeit-von-morgen-Gesetz“, das genau diesen Gedanken aufgreift. Der Vorschlag von Wirtschaftsminister Aiwanger, arbeitslose Fachkräfte, etwa aus der Automobilindustrie, in fachfremden Branchen einzusetzen, geht für Jena hingegen völlig am Ziel vorbei: „Einen gelernten Automechaniker beispielsweise in der Gastronomie zu beschäftigen, käme in vielen Fällen einer Dequalifizierung gleich, die darüber hinaus mit gravierenden finanziellen Einbußen einhergeht. Stattdessen müssen die Branchen, die händeringend nach Fachkräften suchen, endlich attraktiver gestaltet werden. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und geregelte Arbeitszeiten ebenso wie ordentliche Entlohnung!“, so Jena abschließend.


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