Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37 - 01.09.2020

Arbeitsmarkt: Kein Grund zur Entwarnung

Jena: „Die durch Kurzarbeit gewonnene Zeit muss nun für Innovationen und Qualifizierung genutzt werden.“

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen kommentiert Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern: „Trotz der sich abzeichnenden Stabilisierung des Arbeitsmarktes gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung. Dazu sind die Aussichten zu labil. Der Druck auf die Wirtschaft und die Beschäftigten ist weiterhin groß.“

Der DGB Bayern begrüßt die dringend notwendige Verlängerung der Kurzarbeit in diesem Zusammenhang. Gerade für Bayern, mit seinem großen Anteil am produzierenden Gewerbe, war diese Entscheidung existenziell.

Jena hierzu: „Die längere Zahlung von Kurzarbeitergeld sichert Existenzen, gibt den Beschäftigten Perspektiven und stabilisiert ganze Regionen wirtschaftlich. Die große Koalition hat gezeigt, dass sie sich der Verantwortung für die Beschäftigten bewusst ist. Nun ist es an den Betrieben, Verantwortung zu zeigen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu verstärken, um für den Strukturwandel gerüstet zu sein. Wer seinen Job verliert oder Weiterbildungsbedarf hat, muss schnelle und effektive Unterstützung erhalten und für neue Aufgaben qualifiziert werden. Das gilt für Arbeitslose besonders, aber auch für die Beschäftigten. Die durch Kurzarbeit gewonnene Zeit muss nun für Innovationen und Qualifizierung genutzt werden. Nur so kann die aus Sozialversicherungsbeiträgen und Steuermitteln finanzierte Kurzarbeit ihre Funktion als Beschäftigungsbrücke auch erfüllen,“ so Jena abschließend.


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