Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 03 - 15.01.2024

Zumeldung zur DPA-Meldung „Söder: 5000 Verwaltungs-Stellen sparen, Lehrer-Teilzeit eindämmen“

Der bayerische DGB-Vorsitzende Bernhard Stiedl zeigt sich verwundert über die Ankündigung von Ministerpräsident Söder, in den kommenden Jahren mindestens 5000 Stellen im Verwaltungsbereich abzubauen: „Es ist mindestens seit der Corona-Pandemie allgemein bekannt, dass vor allem die Verwaltung im Öffentlichen Dienst mit der Arbeit nicht hinterherkommt. Ein großer Teil der Beschäftigten (45%) macht jetzt schon Überstunden. Es fehlt eine zeitgemäße Ausstattung und eine flächendeckend funktionierende IT. In dieser Situation einen großflächigen Stellenabbau anzukündigen, ist mehr als problematisch,“ so Stiedl.

Auch die Forderung, eine Höchstdauer für Teilzeit bei den Lehrkräften einzuführen, ist Stiedl zufolge ein absolutes No-Go. „Damit würden wieder vor allem Frauen benachteiligt werden. Wer dafür sorgen möchte, dass Beschäftigte, insbesondere Frauen, ihre Arbeitszeit wieder aufstocken, muss für ausreichend Kinderbetreuungsplätze sorgen. Hier hat das „Familienland Bayern“ noch viel zu tun“, erklärt Stiedl.

Für einen zukunftsorientierten Öffentlichen Dienst, der die Daseinsfürsorge für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land sicherstellen kann, brauche es gesunde und motivierte Beschäftigte. Voraussetzung hierfür seien gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung.


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