Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16 - 22.03.2021

Berufliche Perspektiven für benachteiligte Jugendliche sichern – DGB Bayern fordert Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung

Jena: „Wir fordern die Bayerische Staatsregierung auf, endlich ihre Blockadehaltung aufzugeben und die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen!“

Benachteiligte Jugendliche leiden derzeit besonders unter dem pandemiebedingten Distanzunterricht an Schulen und den eingeschränkten Möglichkeiten zur Berufsorientierung. Angesichts dieser angespannten Situation fordert der DGB Bayern schnellstmöglich eine Lösung bei der Debatte um die Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung. Zuletzt hatten die Regierungsfraktionen im Haushaltsausschuss einen gemeinsamen Änderungsantrag der Fraktionen von GRÜNEN, FDP und SPD im Bayerischen Landtag abgelehnt, der die Weiterfinanzierung dieses bewährten Förderinstruments sicherstellen sollte.

Hierzu sagt Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern: „Das ist ein fatales Zeichen sowohl für unsere Jugend als auch für Betriebe, die offene Ausbildungsstellen, aber keine Bewerber*innen haben. Gerade in der Krise wäre die ersatzlose Streichung dieses erfolgreichen Programms definitiv der falsche Weg. Damit wird vielen betroffenen Jugendlichen mitten in der Pandemie die Chance auf einen gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf genommen.“

Vielmehr müssten laut Jena bestehende Unterstützungen ausgebaut und verbessert werden: „Jährlich werden durch die Berufseinstiegsbegleitung flächendeckend bis zu 3.500 junge Menschen im Freistaat erreicht. Dabei werden sie von der Vorbereitung auf den Schulabschluss über die Berufsorientierung und Bewerbung bis ins erste Ausbildungsjahr begleitet. Diese enge sozialpädagogische Begleitung trägt nicht nur zum erfolgreichen Finden eines Ausbildungsplatzes, sondern auch nachhaltig zur Senkung der Ausbildungsabbruchquote bei. Wir fordern die Bayerische Staatsregierung daher auf, endlich ihre Blockadehaltung aufzugeben und die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen! Das würde die Zukunftsperspektiven von tausenden jungen Menschen in Bayern deutlich verbessern“, so Jena abschließend.


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