Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20 - 28.03.2024

Arbeitsmarkt: Wirtschaftliche Seitwärtsbewegung dämpft die Entwicklung

Stiedl: „Beschäftigung sichern, Qualifizierung hochfahren, in die Zukunft investieren“

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen sieht der DGB Bayern weiterhin eine gedämpfte Entwicklung am bayerischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen sind zwar saisonüblich etwas zurückgegangen, im Vergleich zum Vorjahr jedoch gestiegen. Insbesondere die Arbeitgeber sieht der DGB Bayern gefordert ihre Beschäftigten zu halten und die Qualifizierung hochzufahren.

Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern, sagt hierzu: „Die wirtschaftliche Seitwärtsbewegung dämpft die Entwicklung. Besonders negativ betroffen sind die Industrie und die Bauwirtschaft. Unser Anspruch ist: Beschäftigung sichern, Qualifizierung hochfahren, in die Zukunft investieren. Damit die bayerische Konjunktur wieder anspringt, müssen die bayerische Staatsregierung und die Bundesregierung mit einer gezielten Investitionsoffensive gegenhalten. Öffentliche Investitionen sind dabei kein Selbstzweck und schon gar nicht eine Versündigung an künftigen Generationen. Sie sorgen vielmehr für die dringend notwendige Modernisierung. Sie bringen den Klimaschutz, die Digitalisierung und überfällige Verbesserungen der Infrastruktur voran und stützen den Arbeitsmarkt.“

Mit Sorge blickt der DGB Bayern auf die weiterhin hohe Langzeitarbeitslosigkeit im Freistaat.

„Bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit in Bayern droht ein verlorenes Jahrzehnt. Noch immer liegt die Langzeitarbeitslosigkeit um fast 20.000 Personen höher als vor den Corona-Jahren. Gerade Ältere über 55 Jahren spüren die verschlechterten Arbeitsmarktchancen. Die Poren des Arbeitsmarktes müssen sich auch für diese Gruppe endlich wieder öffnen. Hier sind die Arbeitgeber gefordert, das breite Unterstützungsangebot der Agenturen für Arbeit zu nutzen und den Menschen wieder berufliche Perspektiven zu geben,“ so Stiedl abschließend.

 


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