Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 28 - 03.06.2020

Arbeitsmarkt: Corona-Bremsspur in Bayern unübersehbar

Jena: „Neben der Beschäftigungssicherung muss nun die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten ins Zentrum rücken.“

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen kommentiert Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern: „Die Corona-Bremsspur am bayerischen Arbeitsmarkt ist unübersehbar. Wir sehen steigende Arbeitslosigkeit auf breiter Front, und zwar sowohl in der Grundsicherung als auch in der Arbeitslosenversicherung.“

Die Beschäftigungssicherung bleibt für den DGB Bayern weiterhin die zentrale Herausforderung. „Die bayerische Staatsregierung und in erster Linie die Unternehmer selbst sind nun aufgerufen, ein Einbrechen des Arbeitsmarktes zu verhindern. Die Zahlen zum Kurzarbeitergeld zeigen, dass diese Brandmauer derzeit ein gutes Stück trägt. Entlassungen müssen weiter verhindert werden. Die Staatsregierung ist nun gefordert, sich auf Bundesebene für ein schnelles und starkes Konjunkturprogramm einzusetzen. Auch auf bayerischer Ebene bedarf es massiver Impulse sowie kluger ordnungspolitischer Korrekturen, um Wachstum und Beschäftigung zu generieren und die begonnene sozial-ökologische Transformation zum Erfolg zu führen“, so Jena.

Mit Sorge blickt der DGB-Vorsitzende auf das coronabedingte Absacken der Teilnehmerzahlen an Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung. Jena hierzu: „Neben der Beschäftigungssicherung muss nun die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten ins Zentrum rücken. Herausforderungen, wie die Digitalisierung sowie die Dekarbonisierung der Wirtschaft, bestanden bereits vor der Corona-Pandemie. Diese werden nicht verschwinden, sondern verstärkt fortwirken. Wir müssen nun die positiven Erfahrungen der vergangenen Wirtschaftskrise in Bezug auf Qualifizierung nutzen und alles dafür tun, damit Erwerbslose und Beschäftigte mit neuem Wissen gestärkt aus diesem Abschwung hervorgehen.“


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