Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 09 - 01.03.2016

Arbeitsmarkt: Qualität der Arbeit muss in den Fokus rücken

Jena: Zehntausende Beschäftigte in Leiharbeit und Werkverträgen warten auf Verbesserungen

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen: „Der bayerische Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin stabil und aufnahmebereit, weshalb endlich die Qualität der Arbeit in den Fokus rücken muss.“ Jena fordert die Staatsregierung zum Handeln auf: „Die CSU blockiert mit ihrer Rolle rückwärts die Regulierung von Werkverträgen und Leiharbeit. Zehntausende bayerische Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen warten weiter auf eine Verbesserung ihrer Situation. Die CSU muss sich endlich bewegen und den Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit stoppen.“

Jena kritisiert: „Betriebe missbrauchen Werkverträge zunehmend, um den sozialen Schutz der Beschäftigten zu unterlaufen. Immer mehr schwarze Schafe verwenden Werkverträge, um Löhne dauerhaft zu drücken und den Kündigungsschutz zu unterlaufen. Auch das Mittel der Leiharbeit wird nicht nur, wie oft behauptet, während Auftragsspitzen, sondern dauerhaft eingesetzt. Außerdem ist nicht hinzunehmen, dass Menschen gezwungen werden, als Selbstständige zu arbeiten, obwohl sie das nicht wollen.“ Der Vorsitzende des DGB Bayern betont: „Die unterschiedlichen Missbrauchspraktiken werden den Unternehmen leicht gemacht, weil die gesetzlichen Regelungen unzureichend sind und kaum kontrolliert werden.“ Jena fordert daher: „Die Betriebs- und Personalräte brauchen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten. Sie müssen sich für alle Kollegen gleichermaßen einsetzen können.“


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