Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 33 - 31.07.2019

Arbeitsmarkt: DGB Bayern fordert Neuausrichtung der sozialen Absicherung

Jena: „Die zentralen Stellschrauben sind mehr Sicherheit und ein Ausbau der aktiven Fördermaßnahmen.“

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, stellt anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen fest: „Angesichts der deutlich eingetrübten Aussichten am Arbeitsmarkt, samt steigender Zahlen im Arbeitslosengeldbezug (SGB III), ist es an der Zeit, den Schutz der Arbeitslosenversicherung auszubauen. Wir brauchen eine Neuausrichtung der sozialen Absicherung bei Arbeitslosigkeit. Die zentralen Stellschrauben sind mehr Sicherheit und ein Ausbau der aktiven Fördermaßnahmen.“

In Bezug auf ein Mehr an sozialer Sicherheit spricht sich Jena für eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes aus. Zudem sollen Arbeitslose, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld ausläuft, ein Anschlussarbeitslosengeld erhalten. Auch der DGB-Vorschlag für ein Transformationskurzarbeitergeld ist ein Baustein für mehr Sicherheit und die Gestaltung des Wandels am Arbeitsmarkt.

„Unser Motto lautet: Soziale Sicherheit statt Hartz IV. Ziel ist es, deutlich mehr Menschen im besser ausgestatteten SGB III zu halten und sie über bessere Förder- und Hilfsangebote gar nicht erst in den SGB II-Bezug (Hartz IV) fallen zu lassen“, betont Jena.

Um die aktiven Fördermaßnahmen voranzubringen, spricht sich Jena für einen solchen Rechtsanspruch in der Arbeitslosenversicherung aus.

„Aufgrund des sich beschleunigenden Wandels brauchen wir ein Recht auf Weiterbildung. Damit sich die Menschen diese auch leisten können, müssen wir die Bemühungen mit einem Weiterbildungsgeld flankieren. Zudem brauchen wir ein Recht auf verstärkte Vermittlung, Beratung und Betreuung. Hierfür muss der Betreuungsschlüssel in den Agenturen für Arbeit dringend verbessert werden“, so Jena.

 

Weitere Informationen zu den Forderungen des DGB für eine grundlegende Neuausrichtung der sozialen Absicherung unter https://www.dgb.de/-/1P8.


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