Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 05 - 12.02.2010

Matthias Jena ist neuer Vorsitzender des DGB Bayern.

Jena bietet Staatsregierung Zusammenarbeit an

Matthias Jena ist der neue Vorsitzende des DGB Bayern. Von 99 abgegebenen gültigen Stimmen der Delegierten der DGB-Bezirkskonferenz erhielt Jena 59 Stimmen. Für den Gegenkandidaten Dominik Schirmer votierten 40 Delegierte. Damit folgt Jena auf Fritz Schösser, der seit 1990 an der Spitze des DGB stand.

Als neue stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern wurde Christiane Berger gewählt. Sie erhielt 95 von 96 gültigen abgegebenen Stimmen. Sie übernimmt das Amt von Heide Langguth, die sich nicht mehr zur Wahl stellte.

Matthias Jena, der heute auch seinen 49. Geburtstag feiert, arbeitete von 1991 bis 2006 beim DGB Bayern, u.a. als Leiter der Vorstandsabteilung und der Personalabteilung. Seit 2006 ist er Pressesprecher der IG Metall.

In seiner Vorstellungsrede vor den Delegierten forderte Jena die Politik auf, die Rente mit 67 zurückzunehmen: "Die Rente mit 67 ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die oft seit Jahrzehnten Tag für Tag Knochenarbeit leisten. Sie ist eine Einheitslösung ohne Rücksicht auf die Arbeits- und Lebensrealität der Menschen. Eine differenzierte Ausstiegslösung ist notwendig. Es fehlen Millionen Arbeitsplätze für Ältere und wir haben viel zu viele junge Menschen ohne Arbeit."

Mit Blick auf die großen regionalen Unterschiede bei Wirtschaftskraft, Arbeitslosigkeit und Bildung warnte Jena vor einer Spaltung Bayerns: "Bayern droht regional auseinander zu brechen."

Ohne die Unterstützung der Politik könne es nicht gelingen, in der schwersten Weltwirtschaftskrise seit 80 Jahren Betriebe und Arbeitskräfte zu retten. "Der Bayerischen Staatsregierung biete ich die gemeinsame Suche nach Wegen aus der Krise an", sagte Jena.

Der DGB Bayern erwartet, dass Staat und Landesregierung zu ihrer Verantwortung stehen, er ist aber auch zum Konflikt bereit, wenn die Politik nicht dem Wohle der Allgemeinheit dient, betonte Jena.

Jena hob auch die Bedeutung des DGB als politisches Dach der Gewerkschaftsbewegung hervor: "Wir brauchen den DGB notwendiger denn je, als kraftvollen und gesunden politischen Arm der Gewerkschaftsbewegung."


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