Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02/2020 - 30.01.2020

Arbeitsmarkt: DGB Bayern besorgt über Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Jena: „Die Entwicklungen hinter den saisonalen Ausschlägen dürfen nicht unterschätzt werden.“

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen kommentiert Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern: „Trotz des bisherigen milden Winters zeigt der bayerische Arbeitsmarkt sein saisonales Gesicht mit steigenden Arbeitslosenzahlen. Dieses nicht unübliche Muster darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es weiterhin branchenspezifische Signale der Eintrübung gibt. Die konjunkturelle Schwäche gepaart mit transformatorischen Herausforderungen führt schon jetzt zu steigenden Kurzarbeiterzahlen und Entlassungen. Dieser Entwicklung muss die bayerische Arbeitsmarktpolitik entschlossen entgegenwirken.“

So fordert der DGB Bayern Arbeitgeber und Staatsregierung dazu auf, alles dafür zu tun, die Beschäftigung zu sichern und die Menschen auch in konjunkturell schwierigen Phasen an Bord zu behalten. Entlassungen müssen mit aller Macht verhindert werden. Vielmehr gilt es, Zeiten mit weniger Aufträgen zu nutzen, um in Fort- und Weiterbildung zu investieren. Alle Beschäftigten müssen die Chance bekommen, sich entsprechend zu qualifizieren, damit sie mit zukünftigen Anforderungen Schritt halten können.

„Wir dürfen die Entwicklungen hinter den saisonalen Ausschlägen nicht unterschätzen. Gefordert ist eine mutige Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik, die Unternehmen wie Arbeitnehmer in die Lage versetzt, gestärkt aus der aktuell eingetrübten Phase herauszukommen. Um wirtschaftlich zukunftsfähig zu bleiben, gute Arbeitsplätze zu sichern und zu fördern, braucht es massive öffentliche Investitionen und ein Wiederentdecken der aktiven Regional- und Strukturpolitik. Ein solches Gegensteuern stärkt den sozialen Zusammenhalt und fördert gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern. Auch das Erreichen der Klimaziele ist ohne ein ambitioniertes Umdenken in Wirtschaft und Politik sowie entsprechende finanzielle Mittel nicht zu stemmen“, so Jena abschließend.


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