Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37 - 31.07.2018

Arbeitsmarkt: Bremsklötze der Integration lösen

Jena: „Eine rasche und nachhaltige Integration kann nur durch gute Zusammenarbeit vor Ort gelingen!“

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, sagt zur heutigen Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen: „Der bayerische Arbeitsmarkt ist so aufnahmefähig wie noch nie und der Ruf nach Arbeitskräften allerorts zu hören. Durch die weiter steigende Arbeitskräftenachfrage haben einige Branchen unterdessen Schwierigkeiten, die vorhandenen offenen Stellen zu besetzen. Das sind ideale Voraussetzungen für die Integration der zu uns geflüchteten Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.“

Allerdings sind die vielfältigen Maßnahmen und Integrationsangebote von Bund, Land und Kommunen noch viel zu oft ungenügend aufeinander abgestimmt. Vielfach gibt es noch Bremsklötze, wie unsystematische Angebote der Sprachförderung, mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder Mobilitätsherausforderungen.

Jena zufolge komme es durch die unzureichende Abstimmung vor Ort beispielsweise zu längeren Wartezeiten bei den Sprachkursen oder zu Brüchen an den Übergängen zwischen Spracherwerb und Ausbildungs- oder Arbeitsaufnahme. „Das Ziel müssen jedoch belastbare und nahtlose Förderketten sein. Für eine erfolgreiche Ausbildung, die nachhaltige Arbeitsmarktintegration aber auch die persönliche Aufwärtsmobilität sind verlässliche und frühzeitige Weichenstellungen dringend notwendig!“

Positiv sieht Jena die Bemühungen der Bundesbehörden aus Arbeitsverwaltung und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, in Bayern ihre Angebote besser aufeinander abzustimmen. „Eine rasche und nachhaltige Integration kann nur durch gute Zusammenarbeit vor Ort gelingen! Diese Maßnahmen müssen jetzt in den Regionen greifen“, sagt Jena. In diesem Zusammenhang begrüßt Jena die Ankündigungen des Bayerischen Ministerpräsidenten, in Zukunft alle Ermessensspielräume bei der Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit zu nutzen. „Wir brauchen Rückenwind für die Mammutaufgabe der Integration in den Arbeitsmarkt. Es ist gut, wenn dies nun auch von der Staatsregierung erkannt wird“, so Jena abschließend.

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