Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 58 - 11.10.2016

DGB-Jugend Bayern: Mehr Zeit für Bildung

Fehlende Bildungsfreistellung erschwert Jugendbildungsarbeit

Die DGB-Jugend Bayern forderte mehr Zeit für Bildung im Rahmen der Klausur des Landesjugendvorstands am 10. und 11. Oktober 2016 in München. Die Gewerkschaftsjugend beschloss außerdem ihr Bildungsprogramm für das Jahr 2017.

Die DGB-Jugend Bayern kritisierte, dass die Jugendbildungsarbeit durch die fehlende Bildungsfreistellung in Bayern extrem erschwert werde. Astrid Backmann, Bezirksjugendsekretärin der DGB-Jugend Bayern, erläuterte das Dilemma: „Wir planen jedes Jahr ein spannendes Bildungsprogramm mit einer Mischung aus inhaltlichen Seminaren und Qualifizierungen für unsere Mitglieder und interessierte Jugendliche. Aber gerade jugendlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird die Teilnahme durch die fehlende Bildungsfreistellung in Bayern unnötig erschwert.“

Das Bildungsprogramm der DGB-Jugend Bayern umfasst verschiedene Angebote für junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, aber auch für interessierte Jugendliche ohne Gewerkschaftszugehörigkeit. „Wir machen jungen Menschen ein Angebot, um sich weiterzubilden. Damit wollen wir ihnen einen Einblick in wirtschaftliche und politische Grundzusammenhänge vermitteln“, sagte Ben Pulz, Vorsitzender der DGB-Jugend Bayern. Diese Seminarangebote können wegen der fehlenden Freistellungsmöglichkeiten von Arbeit und Ausbildung jedoch nur am Wochenende angeboten werden.

„In allen Bundesländern gibt es eine bezahlte Bildungsfreistellung für die Beschäftigten. Nur Bayern und Sachsen weigern sich, das völkerrechtlich bindende Abkommen 140 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO anzuwenden. Diese Weigerung schadet den Bildungsmöglichkeiten der jungen Menschen in Bayern. Die Bayerische Staatsregierung muss deshalb schnellstmöglich die Bildungsfreistellung umsetzen“, ergänzte Rico Irmischer, stellvertretender Vorsitzender der DGB-Jugend Bayern.


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