Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 74 - 30.11.2023

Arbeitsmarkt: Verhaltene wirtschaftliche Entwicklung hinterlässt erste Spuren

Stiedl: „Hochfahren der öffentlichen Investitionen ist das Rezept der Stunde“

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen zeigt sich der DGB Bayern überzeugt, dass es eines aktiven Gegensteuerns bedarf, um der steigenden Arbeitslosigkeit in Bayern entgegenzuwirken.

Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern, sagt hierzu: „Die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung ist am Arbeitsmarkt angekommen. Trotz der mannigfaltigen Rufe nach Fachkräften steigt die Arbeitslosigkeit. Die Bundesregierung, der Freistaat Bayern und die Kommunen sind aufgerufen dem entgegenzusteuern. Die ‚Schwarze Null‘ wird angesichts der massiven Herausforderungen bei den Themen Energie- und Wärmewende, Mobilität und Infrastruktur aber auch der flächendeckenden Gesundheitsversorgung mehr und mehr zur Zukunftsbremse. Das Hochfahren der öffentlichen Investitionen ist das Rezept der Stunde. Das hilft auch dem Arbeitsmarkt. Wer, wie im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern festgehalten, gute und sichere Arbeitsplätze in Bayern erhalten will, darf nicht mit Nichtstun glänzen.“

In Richtung Arbeitgeber appelliert der DGB Bayern die Mannschaften an Bord zu halten und in Qualifizierung zu investieren: „Wer die Menschen beim ersten wirtschaftlichen Gegenwind auf die Straße setzt, braucht sich über fehlende Fachkräfte nicht beschweren. Die Arbeitgeber sind gefordert alle Unterstützungsangebote der Arbeitslosenversicherung, etwa der Kurzarbeit, zu nutzen und die Belegschaften durch Qualifizierung fit für die zukünftigen Herausforderungen der Arbeitswelt zu machen. Denn eines ist klar: Nach jedem Abschwung kommt irgendwann auch wieder die Erholung“, so Stiedl abschließend.


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