Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 13 - 26.03.2019

DGB Bayern begrüßt Fortschritte in der Weiterbildungsförderung – weitere Anstrengungen notwendig

Jena: „Vereinbarungen aus dem „Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0“ müssen jetzt mit har-ter Währung untermauert werden!“

Anlässlich der laufenden Haushaltsberatungen des Ausschusses für Finanzen und Staatshaushalt zur finanziellen Förderung von Weiterbildungsanstrengungen durch sogenannte Bildungsschecks zeigt sich Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, erfreut über den eingebrachten Änderungsantrag der CSU, zwei Millionen Euro hierfür bereitzustellen: „Die Nichtberücksichtigung der im ‚Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0‘ vereinbarten Bildungsgutscheine im Entwurf für den Doppelhaushalt 2019/2020 war enttäuschend. Umso erfreulicher ist es, dass nun wieder Bewegung in die Förderung der Weiterbildung in Bayern kommt. Als Gewerkschaften erwarten wir, dass unsere Vereinbarungen mit der Staatsregierung nun mit harter Währung untermauert werden. Die Weiterbildungsförderung darf nicht Spielball kurzsichtiger haushaltspolitischer Überlegungen sein.“

Wasser in den Wein gießt Jena angesichts der in Aussicht gestellten finanziellen Mittel: „Natürlich sind zwei Millionen Euro besser als gar nichts. Dennoch wird diese Summe den Herausforderungen einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt nicht gerecht. Bei einer angedachten Förderung von 500 Euro pro Person können ganze 4.000 Beschäftigte in Bayern erreicht werden. Diese Zahl steht in deutlichem Kontrast zu den zuletzt fast 5,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern.“

In Anbetracht dieser Unwucht mahnt Jena weitere Anstrengungen im Bereich der Weiterbildungsförderung an: „Bayern muss sich auch beim Thema ‚Bildungszeitgesetz‘ endlich bewegen. Seit Jahren wird über den digitalen Wandel, aber auch über Strategien zur Fachkräftesicherung debattiert. Notwendig sind jetzt konkrete politische Maßnahmen, die die Weiterbildung nach vorne bringen“, so Jena abschließend.

Hintergrund

Im Juni 2018 unterzeichnete der DGB Bayern gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung, dem Bayerischen Handwerkstag, dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit den „Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0“. Ziel dieses Paktes ist, mit konkreten Maßnahmen und Projekten die Weiterbildungsbereitschaft und Weiterbildungsbeteiligung auch der unterrepräsentierten Personengruppen im erwerbsfähigen Alter mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt nachhaltig zu steigern.

Weitere Informationen zum „Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0“ hier.

Weitere Informationen zum Änderungsantrag der CSU finden Sie hier.


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