Deutscher Gewerkschaftsbund

13.04.2023

Streitzeit: Sozialwahl 2023 - Jetzt den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wählen!

Alle sechs Jahre können die Versicherten bei der Sozialwahl entscheiden, wer in ihren Selbstverwaltungsgremien Verantwortung trägt und so über die Leistungen der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung mitbestimmt. Und 2023 ist es wieder so weit! Seit dem 11. April werden die Wahlunterlagen an die rund 52 Millionen wahlberechtigten Versicherten verschickt. Damit ist die Sozialwahl nicht nur die drittgrößte Wahl in Deutschland, sie ist auch eine besonders wichtige Wahl – denn es geht um die soziale Sicherheit in diesem Land.

 

Teaser Sozialwahl 2023 mit Beschriftung "Wähle im Mai deine Gewerkschaften" in pink

DGB

Wählen und mitbestimmen!

Deshalb ist wählen und mitbestimmen jetzt die Devise, damit die gewerkschaftlichen Selbstverwalter*innen ihren Einfluss bei den Sozialversicherungsträgern geltend machen können. Dabei geht es um unsere Interessen als Beitragszahler*innen und ganz konkret darum, welche Leistungen wir für unsere Beiträge erhalten.

Um in den Sozialversicherungen die Interessen der Beschäftigten zu vertreten, kandidieren der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Gewerkschaften bei der Sozialwahl 2023. Die Sozialwahlen finden bis zum 31. Mai 2023 statt – bequem per Post und bei manchen Trägern sogar online. Wichtig ist, fristgerecht zu wählen und seine Stimme für eine gute und bezahlbare Versorgung abzugeben. Deshalb: Egal wo, egal wann, egal wie: DGB und Mitgliedsgewerkschaften wählen!

Unsere Ziele in der Selbstverwaltung:

Bei allem, wofür sich die gewerkschaftlichen Selbstverwalter*innen einsetzen, stehen die Interessen der Versicherten im Mittelpunkt. Konkret treten wir an für eine gute, solidarisch finanzierte Krankenversicherung sowie für eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung aller Versicherten unabhängig von Einkommen, Alter oder der sozialen Situation. Außerdem ist ein konsequenter Ausbau der Prävention und Gesundheitsförderung ebenso notwendig wie das Zurückdrängen des Wettbewerbs unter den Krankenkassen.

Wir treten aber auch an für eine umfassende Pflegeberatung und Hilfe für Betroffene und Angehörige. Und wir setzen uns für eine solidarische Bürgerversicherung ein, die alle pflegerischen Kosten übernimmt. Gleichzeitig braucht es endlich einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Das Rentenniveau muss dauerhaft stabilisiert und mittelfristig wieder deutlich erhöht werden. Langfristig wollen wir eine Erwerbstätigenversicherung umsetzen, in die alle einzahlen. Auch ein umfassender Arbeits- und Gesundheitsschutz hat für uns oberste Priorität, um Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und sonstige Gesundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz bestmöglich zu verhindern.

Wo wird gewählt?

Nicht bei allen Sozialversicherungsträgern finden Wahlen mit einer aktiven Wahlhandlung, sogenannte Urwahlen, statt. Um unnötige Kosten zu vermeiden, ist gesetzlich geregelt, dass Versicherte nur dort abstimmen müssen, wo mehr Kandidierende vorgeschlagen werden, als Mandate in der Selbstverwaltung zu besetzen sind. Gibt es weniger oder genauso viele Kandidierende, gelten sie automatisch als gewählt. Dies wird als Friedenswahl bezeichnet. Zur Wahl aufgefordert wird nur dann, wenn es bei den jeweiligen Sozialversicherungsträgern zu einer aktiven Wahlhandlung kommt.

2023 gibt es in diesen sechs Sozialversicherungsträgern Urwahlen: BARMER; Techniker Krankenkasse (TK); Kaufmännische Krankenkasse (KKH); hkk (Handelskrankenkasse); DAK-Gesundheit; Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund).

Mehr zu den Gewerkschaftslisten unter: https://www.dgb.de/sozialwahl/#Gewerkschaftslisten


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