Deutscher Gewerkschaftsbund

13.06.2018

Report des DGB Bayern: "Tarifverträge und Tarifflucht in Bayern"

Studie zu Stand und Entwicklung der Tarifbindung in Bayern

Der DGB Bayern-Report "Tarifverträge und Tarifflucht in Bayern" zeigt: Beschäftigte in Betrieben ohne Tarifbindung verdienen weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in Unternehmen mit Tarifbindung und sie arbeiten im Schnitt länger. Zudem sind die Arbeitsbedingungen in Betrieben ohne Tarifvertrag schlechter und die Jobs sind prekärer.

DGB Bayern

DGB Bayern

Die neuen Zahlen zeigen:

Wie im Bundesgebiet insgesamt ist auch in Bayern die Tarifbindung der Beschäftigten seit Mitte der 1990er Jahre zurückgegangen. Bayern bildet aktuell mit einer Tarifbindung von 53 Prozent der Beschäftigten das traurige Schlusslicht der westdeutschen Bundesländer. Heute ist nur noch jeder vierte bayerische Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden - verglichen mit jedem dritten in den anderen westdeutschen Bundesländern. Viele europäische Länder haben eine Tarifbindung von 70 Prozent und mehr. In Österreich beträgt die Tarifbindung dank der Pflichtmitgliedschaft der Arbeitgeber in den Wirtschaftskammern sogar 98 Prozent.

 

Die Forderungen des DGB:

Gute Arbeit mit einem guten Einkommen hängt maßgeblich von einem funktionierenden Tarifsystem ab. Voraussetzung dafür ist zunächst eine möglichst flächendeckende Tarifbindung. Diese herzustellen ist zentrale Aufgabe der Tarifparteien. Die Politik kann helfen: z.B. durch die Erleichterung der Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Tarifverträgen und durch die Vorgabe von Tarifstandards bei öffentlichen Aufträgen und Zuwendungen. Tarifverträge bilden ein wesentliches Instrument zur demokratischen Gestaltung der Arbeitswelt, das gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Teilhabe der Beschäftigten an der wirtschaftlichen Entwicklung sicherstellt.

 

Hier kann der vollständige Report herunter geladen werden:

 


Nach oben