Deutscher Gewerkschaftsbund

13.05.2013

Ab 1. August 2013 gilt für Beamte wieder die 40-Stunden-Woche

Proteste des DGB Bayern und seiner Gewerkschaften erfolgreich

Ab 1. August 2013 gilt in Bayern auch für die Beamtinnen und Beamten wieder die 40-Stunden-Woche. Damit ist die seit Jahren bestehende Ungleichbehandlung zwischen Tarifbeschäftigten sowie Beamtinnen und Beamten endlich beseitigt. Die tarifpolitische Stärke und die andauernden Proteste des DGB Bayern, seiner Gewerkschaften und Mitglieder gegen die 42-Stunden-Woche bei den Beamtinnen und Beamten waren erfolgreich. Es gibt nun also bald wieder eine einheitliche Arbeitszeit im öffentlichen Dienst Bayerns.

Angefangen hatte alles 2004, als der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber kurz nach der Landtagswahl die Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten im Rahmen eines Sparprogramms von 40 auf 42 Stunden erhöhte. Er wollte damit nicht nur den Haushalt entlasten, sondern auch Vorreiter einer tarifpolitischen Entwicklung hin zu längeren Arbeitszeiten sein. Die Empörung der Betroffenen war groß und hielt, entgegen der Hoffnung der Staatsregierung, auch an. Gleichzeitig gelang es der Staatsregierung bzw. den Ländern nicht, diese von ihr gewünschte Entwicklung hin zu längeren Wochenarbeitszeiten in der Tarifpolitik des öffentlichen Dienstes durchzusetzen.

2009 musste dann Ministerpräsident Horst Seehofer erkennen, dass es ohne eine Rückführung der Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten auf das Tarifniveau des öffentlichen Dienstes keine Ruhe in den Verwaltungen und Behörden des Freistaates gibt. So musste die Staatsregierung die Rückführung der Arbeitszeit von 42 Stunden auf 40 Stunden in einem Stufenplan bis August 2013 beschließen.


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