Betriebsratswahlen 2026: Mitbestimmung stärkt Wirtschaft und Demokratie in der Region

Mitbestimmung ist gelebte Demokratie

Datum

Dachzeile Ortskartell Furth im Wald

Am 1. März 2026 beginnen bundesweit die Betriebsratswahlen. Auch in Bayern sind die Beschäftigten bis zum 31. Mai 2026 aufgerufen, ihre betriebliche Interessenvertretung neu zu wählen. Das DGB-Ortskartell Furth im Wald ruft alle wahlberechtigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region zur aktiven Beteiligung auf.

„Mitbestimmung ist gelebte Demokratie im Arbeitsalltag. Gerade im Wandel brauchen Beschäftigte eine starke Stimme und verbindliche Mitspracherechte im Betrieb“, erklärt Herbert Breu, Vorsitzender des DGB-Ortskartells Furth im Wald. Digitalisierung, neue Technologien und strukturelle Veränderungen stellten viele Betriebe vor große Herausforderungen. „Ob in der Industrie, im Handwerk oder im Dienstleistungsbereich – gute Arbeitsbedingungen entstehen nicht von allein. Sie brauchen engagierte Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die die Interessen der Beschäftigten vertreten.“

Bayern zählt mit rund 7,8 Millionen Erwerbstätigen zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Auch in der Oberpfalz leisten Betriebsräte tagtäglich wichtige Arbeit: Sie verhandeln Arbeitszeitregelungen, begleiten Umstrukturierungen, setzen sich für Qualifizierung ein und sichern faire Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig zeigt das IAB-Betriebspanel 2024, dass weiterhin mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Bayern in Betrieben ohne betriebliche Interessenvertretung arbeiten. Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf.

„Mitbestimmung stärkt nicht nur die Rechte der Beschäftigten, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe“, betont Katja Ertl, Regionssekretärin des DGB Oberpfalz. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Betriebe mit Betriebsrat produktiver sind, stärker in Weiterbildung investieren und wirtschaftliche Veränderungen stabiler bewältigen. „Das ist ein klarer Standortvorteil – auch für unsere Region.“ Sorge bereiten dem DGB weiterhin Versuche, Betriebsratsgründungen zu behindern. „Union Busting ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf demokratische Grundrechte“, stellt Breu klar. Wer Mitbestimmung behindert, missachtet geltendes Recht und untergräbt einen zentralen Pfeiler unserer Demokratie.

Die Betriebsratswahlen gehören zu den Wahlen mit der höchsten Beteiligung in Deutschland. Bei den letzten Wahlen lag die Wahlbeteiligung bundesweit bei 71,9 Prozent. „Das zeigt: Beschäftigte wissen um die Bedeutung ihrer Stimme. Nutzen wir dieses demokratische Recht auch 2026 wieder entschlossen“, so Ertl.

Der DGB wirbt bundesweit mit der Kampagne „Wähl dich stark“ für eine hohe Wahlbeteiligung und eine starke betriebliche Mitbestimmung.

Bildnachweis: Katja Ertl 

zurück