Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day. Der Aktionstag markiert symbolisch die bestehende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. In diesem Jahr liegt der Gender Pay Gap in Deutschland bei 16 Prozent. Das bedeutet: Frauen arbeiten rechnerisch bis Ende Februar unbezahlt, während Männer bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Deutschland gehört damit weiterhin zu den Schlusslichtern in der EU. Anlässlich des Equal Pay Day lädt das Regensburger Aktionsbündnis am Dienstag, 24. Februar 2026, um 18.00 Uhr zu einem Pub Quiz unter dem Motto „Equal Pay every day“ in das Degginger ein. Die Equal Pay Day Kampagne hat das Ziel, die Aufmerksamkeit für die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schärfen sowie deren Ursachen sichtbar zu machen und strukturelle Lösungen zu fördern.
Kampagnenmotto 2026: „equal pay every day“
Unter diesem Motto rückt die Kampagne 2026 in den Fokus, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt – von der frühen Prägung durch Rollenbilder in Kindheit und Jugend über Berufswahl und Familiengründung bis hin zur Rente und weiblicher Altersarmut. Anhand der verschiedenen Lebensphasen wird deutlich, wie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen Lohngleichheit immer wieder erschweren – und an welchen Stellschrauben angesetzt werden muss, damit Equal Pay nicht nur symbolisch, sondern an jedem Tag Realität wird. Der Equal Pay Day ist mehr als nur ein Tag im Kalender. Er macht jährlich auf die bestehende Entgeltungleichheit aufmerksam und würdigt zugleich die Fortschritte, die bereits erreicht wurden. Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer.
Gründe hierfür sind unter anderem:
• Frauen übernehmen häufiger unbezahlte Sorgearbeit.
• Sie arbeiten öfter in Teilzeit und in schlechter bezahlten Branchen.
• In Führungspositionen sind sie deutlich seltener vertreten.
• Selbst bei vergleichbaren Tätigkeiten verdienen Frauen durchschnittlich rund 6 Prozent weniger als Männer.
Die Lohnlücke wirkt sich nicht nur auf das aktuelle Einkommen aus, sondern auf die gesamte finanzielle Lebensplanung. Fehlende Lohngerechtigkeit bedeutet geringere Existenzsicherung und erhöht das Risiko von Altersarmut. Eine gerechte Bezahlung ist daher ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen. Chancengleichheit im Beruf und Lohngerechtigkeit sind Schlüssel zur tatsächlichen Gleichberechtigung – und davon profitieren Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt.
Pub Quiz - Wissenswettbewerb mit Haltung
Beim Pub Quiz treten mehrere Teams gegeneinander an. Mit Fragen aus verschiedenen Kategorien passend zum Gender Pay Gap, Genderequality und Allgemeinwissen führt die Quizmasterin der Quiz-Werkstatt Sandra Siebenhüter durch einen unterhaltsamen Abend. „Beschirmt“ wird der Regensburger Equal Pay Day von Landrätin Tanja Schweiger und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Gemeinsam mit dem Regensburger Aktionsbündnis setzen sie ein starkes Zeichen für Lohngerechtigkeit. Denn Equal Pay darf kein Zukunftsziel bleiben – Equal Pay muss jeden Tag Realität sein.
Das Regensburger Aktionsbündnis Equal Pay Day steht unter der Federführung der Business and Professional Women Regensburg e.V.
Beteiligt sind außerdem:
• Bundesagentur für Arbeit
• Jobcenter Landkreis Regensburg
• DGB Oberpfalz
• Bündnis 90/Die Grünen
• SPD-Frauen
• Jusos
• Gleichstellungsstellen der Stadt und des Landkreises Regensburg
Bildnachweis: H.C. Wagner