Arbeitsmarkt: DGB Bayern fordert industrielle Zukunft

Stiedl: „Es braucht Investitionen in Qualifizierung, Energie, Infrastruktur und Innovation.“

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Ordnungsnummer PM 03

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen zeigen: Bayerns Arbeitsmarkt ist in Summe weiterhin robust, doch die strukturellen Probleme verschärfen sich. Für 2026 erwartet der DGB Bayern nur noch moderaten Beschäftigungsaufbau bei gleichzeitig weiter steigender Arbeitslosigkeit. Besonders der anhaltende Arbeitsplatzabbau und die nach wie vor hohe Kurzarbeit in der Industrie geben Anlass zur Sorge. Seit Ende 2023 sind im verarbeitenden Gewerbe mehr als 38.000 Stellen verloren gegangen – ein deutliches Warnsignal für den Industriestandort Bayern.

Der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl, fordert angesichts dieser Entwicklung ein ent-schlosseneres wirtschaftspolitisches Handeln: „Die bayerische Wirtschaft steht unter Druck. Ohne klare politische Leitplanken und gezielte Investitionen droht der schleichende Verlust industrieller Wertschöpfung und guter Arbeit.“

Kritisch sieht der DGB Bayern das Fehlen einer verbindlichen Transformationsstrategie. Während andere Länder ihre Industrie aktiv unterstützen, verlasse sich der Freistaat zu sehr auf Marktmechanismen. „Der Erhalt und die Anpassung unserer Arbeitsplätze passiert nicht von allein. Es braucht Investitionen in Qualifizierung, Energie, Infrastruktur und Innovation – und es braucht den Dialog mit den Beschäftigten“, so Stiedl.

Der DGB Bayern fordert, die vorhandenen finanziellen Spielräume konsequent für Zukunftsinvestitionen zu nutzen und regionale Transformationsnetzwerke auszubauen. „Nur wenn wirtschaftliche Stärke und soziale Verantwortung zusammen gedacht werden, kann Bayern auch künftig ein starker Industriestandort mit guten Arbeitsplätzen bleiben“, so Stiedl abschließend.

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