Arbeitsmarkt: DGB Bayern fordert Schutzschirm für Beschäftigung und Industrie

Stiedl: „Jetzt braucht es Investitionen, faire Energiepreise und eine aktive Industriepolitik.“

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Ordnungsnummer 28

Stiedl: „Jetzt braucht es Investitionen, faire Energiepreise und eine aktive Industriepolitik.

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen zeigen: Der bayerische Arbeitsmarkt steht weiter unter erheblichem Druck. Besonders kritisch ist aus Sicht des DGB Bayern die Kombination aus konjunktureller Flaute, strukturellem Stellenabbau und neuen Belastungen durch steigende Energiepreise.

Der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl, erklärt dazu: „Bayerns Arbeitsmarkt hält sich noch stabil, aber die Warnsignale sind unübersehbar. Vor allem in der Industrie verschärft sich die Lage. Wenn weiter Arbeitsplätze wegfallen, die Zahl offener Stellen sinkt und gleichzeitig ein neuer Energiepreisschock droht, dann reicht Abwarten nicht aus. Jetzt braucht es Investitionen, faire Energiepreise und eine aktive Industriepolitik.“

Gerade für ein Industrieland wie Bayern sind steigende Energiepreise laut Stiedl eine Gefahr für Beschäftigung, Produktion und Investitionen. „Wenn Energie erneut zum Kostentreiber wird, geraten aber nicht nur Unternehmen unter Druck, sondern auch Millionen Beschäftigte, die täglich zur Arbeit pendeln und ohnehin schon mit hohen Lebenshaltungskosten kämpfen.“

Der DGB Bayern fordert deshalb einen Schutzschirm für Beschäftigung und Industrie – in Form eines Sofortprogramms gegen Energiepreisschocks. Dazu gehören schnelle Entlastungen für Pendlerinnen und Pendler, ein konsequentes Vorgehen gegen Mitnahmeeffekte und Spekulationsgewinne der Mineralölwirtschaft sowie Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiepreise, damit Arbeit und Mobilität bezahlbar bleiben und Betriebe nicht unter einem neuen fossilen Preisschock leiden. 

„Wer den Arbeitsmarkt stabilisieren will, muss jetzt beides zusammen denken: gute Arbeit und bezahlbare Energie. Bayern braucht eine aktive Transformationsstrategie mit Investitionen in Qualifizierung, Infrastruktur, Innovation und klimafreundliche Industrie. Gleichzeitig müssen Beschäftigte und Betriebe vor neuen Energiepreissprüngen geschützt werden“, so Stiedl abschließend.

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