Arbeitsmarkt: Gute Jobs statt vier Jahre auf Zeit

Stiedl: „Mehr Befristung ist kein Beschäftigungsprogramm.“

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Ordnungsnummer 61

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen zeigen: Die Lage in Bayern bleibt angespannt. Die Zahl der Arbeitslosen ist leicht gestiegen und auch etwas höher als vor einem Jahr. Der bayerische Arbeitsmarkt bleibt damit unter Druck. Für den DGB Bayern braucht es jetzt Investitionen, die Beschäftigung und Standorte sichern, und mehr gute und tarifgebundene Arbeitsplätze.

Die Bundesregierung will jedoch stattdessen sachgrundlose Befristungen künftig auf bis zu 48 Monate ausweiten. Damit sollen insbesondere aufstrebende Unternehmen und Start-ups leichter neue Jobs schaffen und Arbeitsuchende schneller in Beschäftigung kommen. Aus Sicht des DGB Bayern weist dies in die völlig falsche Richtung.

Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern, erklärt: „Mehr Befristung ist kein Beschäftigungsprogramm. Gerade für junge Menschen kann sich der Einstieg ins Berufsleben so zu einer jahrelangen Hängepartie entwickeln. Wer über Jahre hinweg nur einen Arbeitsvertrag auf Zeit hat, dem fehlt die Sicherheit für wichtige Entscheidungen im Leben. Und wenn wir gleichzeitig händeringend um junge Fachkräfte werben, ist es das völlig falsche Signal, ihnen ausgerechnet beim Berufseinstieg weniger Verlässlichkeit zu bieten.“

Der DGB Bayern fordert deshalb, sachgrundlose Befristungen abzuschaffen, statt sie auszuweiten. „Gute und sichere Arbeit sowie ein starker Sozialstaat gehören für uns untrennbar zusammen. Die Abschaffung sachgrundloser Befristungen und von Kettenverträgen ist daher auch eine unserer Forderungen beim bundesweiten Aktionstag am 26. September“, so Stiedl.

Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ machen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften an diesem Tag in 15 Großstädten für einen starken Sozialstaat und den Schutz von Arbeitnehmerrechten mobil. In Bayern findet die Kundgebung in Nürnberg statt.

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