Arbeitsmarkt: Jetzt gemeinsam Arbeitsplätze in Bayern sichern

Stiedl: „Wir stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen – und erwarten das auch von Politik und Unternehmen.“

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Ordnungsnummer PM 18

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen zeigen eine weitere Eintrübung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen liegt deutlich über dem Niveau des Vorjahres und auf dem höchsten Februar-Stand seit 2010, während die wirtschaftliche Dynamik weiterhin verhalten bleibt. Besonders in der Industrie und bei industrienahen Dienstleistungen wächst der Druck. Die zum Jahresende verlängerte und nach wie vor hohe Kurzarbeit macht deutlich, wie angespannt die Lage in vielen Betrieben ist.

Der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl, sieht Politik, Unternehmen und Gewerkschaften gleichermaßen gefordert: „Die weitere Eintrübung am Arbeitsmarkt darf sich nicht verfestigen. Jetzt geht es um einen echten Schulterschluss im Freistaat. Wir müssen gemeinsam alles daransetzen, Arbeitsplätze zu sichern und Perspektiven für die Beschäftigten zu schaffen.“

Mit Blick auf die laufende wirtschaftliche Transformation macht Stiedl deutlich: „Jetzt muss kraftvoll in neue lokale Wertschöpfungsketten, in Zukunftsbranchen sowie in Infrastruktur und Bildung investiert werden. Gute Arbeit ist das Fundament unseres Wohlstands in Bayern. Jetzt entscheidet sich, ob wir den Wandel sozial gestalten. Wir stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen – und erwarten das auch von Politik und Unternehmen.“

Klare Worte richtet Stiedl an die Arbeitgeber: „Wir erwarten, dass Unternehmen alles ausschöpfen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Wer jetzt Personal abbaut, verspielt Vertrauen und riskiert den Verlust von Fachkräften, die morgen dringend gebraucht werden. Es ist doch ein schlechter Witz, wenn Arbeitgeber öffentlich Mehrarbeit fordern, aber in den Betrieben Menschen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden.“

Zugleich richtet Stiedl einen Appell an die bayerische Landespolitik: „Gerade in politisch herausfordernden Zeiten muss der Freistaat handlungsfähig bleiben. Die Sicherung von Arbeitsplätzen darf nicht in den Hintergrund rücken. Jetzt braucht es einen bayernweiten Schutzschirm für gefährdete Arbeitsplätze und Standorte – mit klaren Investitionszusagen, gezielten Transformationshilfen und einer breit angelegten Qualifizierungsoffensive.“

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