Arbeitsmarkt unter Druck: Beschäftigung sichern statt Standorte kaputtsparen

Stiedl: „Bayern braucht jetzt eine Offensive für Investitionen, Innovation und gute Arbeit.“

Datum

Ordnungsnummer PM 69

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für Bayern erklärt Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern: „Die neuen Zahlen zeigen: Von einer Entwarnung am bayerischen Arbeitsmarkt kann trotz anziehender Konjunktur keine Rede sein. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Entwicklung der Beschäftigung. Gerade die tiefgreifende Transformation in der Industrie, hohe Unsicherheit und der demografische Wandel setzen den Arbeitsmarkt weiter unter Druck.“

Der DGB Bayern sieht die Staatsregierung in der Pflicht, nicht an der Seitenlinie zuzuschauen, wie Arbeitsplätze schleichend verloren gehen. Stiedl hierzu: „Wer jetzt vor allem Personal abbaut, Investitionen zurückfährt und Standorte verlagert, verschärft die Probleme. Besser statt billiger muss die Devise sein. Bayern braucht jetzt eine Offensive für Investitionen, Innovation und gute Arbeit.“

Der DGB Bayern fordert deshalb eine aktive Industrie- und Beschäftigungspolitik. Notwendig sind Investitionen in moderne Produktionsstandorte, Infrastruktur und bezahlbare Energie ebenso wie eine massive Qualifizierungsoffensive für die Beschäftigten. Transformation muss dabei gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet werden. Dazu zählen auch regionale Transformationsstrategien, die Wissenschaft, Politik und Sozialpartner an einen Tisch bringen.

„Der Arbeitsmarkt wird nicht dadurch zukunftsfest, dass wir Arbeit billiger machen, Beschäftigtenrechte schleifen oder Sozialstandards absenken. Bayern wird erfolgreich bleiben, wenn wir auf Innovation, Qualifikation, Tarifbindung und sichere Arbeitsplätze setzen. Jetzt entscheidet sich, ob aus der industriellen Transformation ein Abbauprogramm oder ein Modernisierungsprogramm wird. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Wertschöpfung und gute Arbeit in Bayern halten“, so Stiedl abschließend.

zurück