Arbeitsmarkt weiter unter Druck – „Besser statt billiger“ muss Bayerns Devise sein

Stiedl: „Personalabbau, Verlagerungen und Sozialkürzungen sind keine Zukunftsstrategie.“

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Ordnungsnummer PM 56

Anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktzahlen fordert der DGB Bayern einen Kurswechsel in der Wirtschafts- und Industriepolitik. Statt Arbeitsplätze abzubauen, Standorte zu verlagern und bei den Beschäftigten zu sparen, muss Bayern konsequent auf Investitionen, Innovation und Qualifizierung setzen.

Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern, erklärt hierzu: „Die Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Gerade in der Industrie wächst die Unsicherheit. Viele Unternehmen reagieren vor allem mit Kostensenkungsprogrammen, Personalabbau und Verlagerungen. Das ist der falsche Weg. Bayern braucht eine Strategie nach dem Grundsatz: Besser statt billiger.“

Die nach wie vor starke bayerische Wirtschaft könne nicht dauerhaft über niedrigere Kosten, weniger Personal und schlechtere Arbeitsbedingungen gesichert werden. Entscheidend sind vielmehr innovative Produkte, moderne Produktionsanlagen, gut qualifizierte Beschäftigte und eine aktive Industriepolitik. „Personalabbau ist keine Innovation und Standortverlagerung keine Zukunftsstrategie“, so Stiedl. „Wer heute bei Investitionen, Ausbildung und Weiterbildung spart, gefährdet die Arbeitsplätze von morgen.“

Gleichzeitig warnt der DGB Bayern davor, die wirtschaftliche Schwäche als Vorwand für Sozialabbau und Angriffe auf Arbeitnehmerrechte zu nutzen. „Kürzungen bei Rente, Gesundheit, Pflege oder Arbeitslosenversicherung schaffen keinen einzigen neuen Arbeitsplatz“, betont Stiedl. „Ein starker Sozialstaat gibt den Menschen Sicherheit und stabilisiert die Wirtschaft. Diese Sicherheit haben sich die Beschäftigten hart verdient.“

Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ mobilisieren der DGB Bayern und seine Mitgliedsgewerkschaften deshalb am 26. September 2026 nach Nürnberg. „Wir gehen auf die Straße für sichere Arbeitsplätze, Gute Arbeit und einen starken Sozialstaat. Unsere Botschaft ist klar: Besser statt billiger – bei Produkten, bei Arbeit und bei sozialer Sicherheit“, so Stiedl abschließend.

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