DGB Bayern empfängt Betriebs- und Personalräte im Landtag – Landtagspräsidentin Aigner würdigt Mitbestimmung
Stiedl: „Wer starke Betriebs- und Personalräte will, muss auch ihre Rechte stärken.“
Stiedl: „Wer starke Betriebs- und Personalräte will, muss auch ihre Rechte stärken.“
Aigner: „Betriebs- und Personalräte leisten Graswurzelarbeit, und nur daraus kann etwas erwachsen!“
Anlässlich der diesjährigen Betriebs- und Personalratswahlen hat der DGB Bayern am Montagabend rund 170 Betriebs- und Personalrät*innen zu einem Empfang im Bayerischen Landtag begrüßt. Landtagspräsidentin Ilse Aigner würdigte die Arbeit der Interessenvertretungen in einem persönlichen Grußwort.
„Der Empfang im Bayerischen Landtag und die persönliche Würdigung durch Landtagspräsidentin Ilse Aigner sind ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Betriebs- und Personalräte. Doch im Alltag wird ihnen diese Wertschätzung viel zu oft verweigert. Dabei reden Betriebs- und Personalräte mit, wenn Arbeitsplätze abgebaut, Standorte umstrukturiert oder Arbeitszeiten verändert werden. Immer wieder werden Interessenvertretungen behindert oder Beschäftigte unter Druck gesetzt, die sich für ihre Kolleginnen und Kollegen engagieren. Wer starke Betriebs- und Personalräte will, muss deshalb ihre Rechte stärken und dafür sorgen, dass Verstöße gegen diese Rechte wirksam geahndet werden“, erklärte Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern.
Landtagspräsidentin Ilse Aigner unterstrich die Bedeutung der Interessenvertretungen: „Betriebs- und Personalräte haben eine Schlüsselstellung in unseren Unternehmen und im öffentlichen Dienst. Sie sind die starke Stimme der Beschäftigten – und damit auch Anwälte guter Arbeitsbedingungen. Und die wiederum sind allererste Voraussetzung für gute Arbeitsergebnisse. Betriebs- und Personalräte leisten Graswurzelarbeit, und nur daraus kann etwas erwachsen! Dafür danke ich ihnen im Namen der bayerischen Volksvertretung und ganz persönlich sehr herzlich!“
Wie sich die betriebliche Mitbestimmung weiterentwickeln muss und wo die Politik für bessere Arbeitsbedingungen gefordert ist, diskutierten anschließend Betriebsrätinnen von Novartis Pharma, AGCO Fendt und Edeka. Dabei ging es um die Modernisierung des Betriebsverfassungsgesetzes, etwa durch zeitgemäße Regelungen für digitale Sitzungen und Betriebsratswahlen. Ebenso wurde darüber diskutiert, wie ein gesetzlicher Anspruch auf Bildungszeit die Weiterbildung von Beschäftigten erleichtern und verbindliche Tariftreueregelungen verhindern können, dass öffentliche Aufträge an Unternehmen vergeben werden, die tarifliche Standards unterlaufen.