Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern erklärt sich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen von ver.di in Nürnberg, nachdem dort am Mittwoch ein Drohbrief mit weißem Pulver eingegangen ist. Der Vorfall führte zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl, erklärt: „Was hier passiert ist, macht fassungslos. Wer Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit solchen Drohungen einschüchtern will, überschreitet jede Grenze und stellt sich gegen die Spielregeln unserer Demokratie. Tarifkonflikte werden in diesem Land am Verhandlungstisch und, wenn nötig, mit Streiks ausgetragen – nicht mit Drohungen und Gewaltfantasien.“ Stiedl betont weiter: „Das Streikrecht ist ein zentrales Grundrecht und unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Marktwirtschaft. Es sorgt dafür, dass Beschäftigte ihre Interessen wirksam vertreten können und dass es einen fairen Ausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gibt. Wer dieses Recht infrage stellt, richtet sich letztlich gegen alle Beschäftigten.“ Der DGB Bayern dankt den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst für ihr umsichtiges und professionelles Vorgehen. „Die bayerischen Gewerkschaften stehen fest an der Seite der Kolleginnen und Kollegen von ver.di. Unsere Antwort auf solche Drohungen ist Zusammenhalt und Solidarität“, so Stiedl abschließend. |