DGB Bayern zum Internationalen Tag der Frauengesundheit am 28. Mai: Gesundheitspolitik geschlechtergerecht gestalten

Eder: „Frauengesundheit ist kein Nischenthema, sondern eine Frage von Gerechtigkeit, guter Arbeit und gleichwertiger medizinischer Versorgung.“

Datum

Ordnungsnummer 39

Eder: „Frauengesundheit ist kein Nischenthema, sondern eine Frage von Gerechtigkeit, guter Arbeit und gleichwertiger medizinischer Versorgung.“ 

Zum Internationalen Tag der Frauengesundheit am 28. Mai fordert der DGB Bayern eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und bessere Prävention für Frauen. „Frauen werden in Medizin, Forschung und Arbeitsschutz noch immer benachteiligt. Symptome werden häufig zu spät erkannt, Medikamente wirken anders und Arbeitsbedingungen orientieren sich oft an männlichen Maßstäben“, erklärt Marietta Eder, stellv. Vorsitzende des DGB Bayern. Gesundheitliche Belastungen und Symptome von Frauen würden dadurch häufig übersehen oder nicht ausreichend berücksichtigt. „Dabei sind besonders Frauen in typischen „Frauenberufen“ wie Pflege, Einzelhandel, Bildung und Dienstleistungsberufen hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt – hinzu kommt oft noch die Doppelbelastung von Erwerbs- und Sorgearbeit.“ so Eder weiter.

Der DGB Bayern fordert eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und mehr Aufmerksamkeit für die besonderen gesundheitlichen Belastungen von Frauen, etwa in Forschung, Diagnostik und Prävention. Auch bessere Arbeits- und Gesundheitsschutzstandards sowie der Ausbau von Kinderbetreuung und Pflegeangeboten, um Doppelbelastungen durch Erwerbs- und Care-Arbeit zu reduzieren gehören zum Forderungskatalog des DGB Bayern. Eder begrüßt daher, dass die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach die Stärkung der Frauengesundheit und die Verankerung der Gendermedizin zu einem politischen Schwerpunkt gemacht hat. „Hier müssen jetzt konkrete Handlungen folgen. Gerade in Bayern gibt es weiterhin deutlichen Verbesserungsbedarf – etwa bei der gynäkologischen Versorgung im ländlichen Raum oder beim wohnortnahen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen.“ so Eder abschließend.

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