Lohnunterschied im Landkreis besonders groß

DGB-Frauen fordern konkrete Lösungsvorschläge

Datum

Ordnungsnummer 05/26

Am 27. Februar ist dieses Jahr der sog. “Equal Pay Day“. Dieser Tag markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen aufgrund des geschlechtsspezifischen Lohnunterschieds (Gender Pay Gap) statistisch gesehen, im Vergleich zu Männern, umsonst arbeiten. In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt ca. 16% weniger als Männer. Und selbst bei genau der gleichen Arbeit immer noch 6% weniger. Das ist schlimm, aber noch schlimmer ist aus Sicht der Frauen im DGB-Kreis Günzburg, dass im Landkreis Günzburg, der an sich schon inakzeptable Lohnunterschied noch erheblich größer ist. Er betrage sage und schreibe 23%. Die Gewerkschaftsfrauen wollen den 27. Februar und den int. Frauentag am 8. März nutzen, um diese Tatsache vor Ort ins Bewusstsein zu rufen. Gleichzeitig erwarten sie, dass die demokratischen Parteien vor Ort, dass sie an diesen Tagen nicht nur frauenfreundliche Sprechblasen formulieren, sondern sagen, was sie konkret tun wollen, um die für erwerbstätige Frauen im Landkreis besonders schlechte Situation, wenigstens etwas zu verbessern. Für die Günzburger DGB- und ver.di-Vorsitzende, Helga Springer-Gloning, wären diese Tage auch ein geeigneter Anlass für die CSU-Frauen im Landkreis und für ihre Landtagsabgeordnete Jenny Schack deutlich zu machen, was sie von den z.T. sexistischen Machosprüchen, ihres Parteivorsitzenden Markus Söder - wie z.B. „Ohne Auto, Maschinenbau und Chemie ist Deutschland eine Dame ohne Unterleib" - halten. 

Die DGB-Frauen werden mit einer Info-Aktion am kommenden Freitag (27.02.) in Günzburg in der Zebrano-Passage in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr für ihr Anliegen werben und darüber diskutieren. 

„Wir würden uns freuen, betont die stellv. DGB-Kreisvorsitzende Gabriele Brenner, wenn auch die ein oder der andere Wahlkämpfer*in die Gelegenheit nutzen würden, um mit uns ins Gespräch zu kommen. 

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