Personalratswahlen 2026: Mitbestimmung im öffentlichen Dienst stärken

Stiedl: „Wer einen leistungsfähigen Staat will, muss die Beschäftigten beteiligen.“

Datum

Ordnungsnummer PM 44

Am Dienstag, 23. Juni 2026, ist in Bayern der zentrale Termin für die Personalratswahlen. Gewählt werden die örtlichen Personalräte sowie die Bezirks- und Hauptpersonalräte. Der DGB Bayern ruft die Beschäftigten im öffentlichen Dienst dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Mitbestimmung in ihren Dienststellen zu stärken.

Rund 790.000 Menschen arbeiten im öffentlichen Dienst in Bayern. Sie sorgen täglich dafür, dass Verwaltungen, Schulen, Hochschulen, Gerichte, Sicherheitsbehörden, kommunale Einrichtungen und viele weitere Bereiche des öffentlichen Lebens funktionieren.

Aus Sicht des DGB Bayern kommt den Personalratswahlen in diesem Jahr besondere Bedeutung zu. Viele Bereiche des öffentlichen Dienstes stehen unter erheblichem Druck. Fehlendes Personal, zunehmende Arbeitsverdichtung, Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien verändern den Arbeitsalltag in vielen Dienststellen.

Der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl, erklärt: „Wer einen leistungsfähigen Staat will, muss die Beschäftigten beteiligen. Personalräte bringen die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen dort ein, wo Entscheidungen getroffen werden. Gerade in Zeiten von Personalmangel, Digitalisierung und tiefgreifenden Veränderungen ist das wichtiger denn je. Starke Personalräte helfen dabei, tragfähige Lösungen zu finden, den öffentlichen Dienst attraktiver zu machen und fehlende Fachkräfte zu gewinnen.“

Der DGB Bayern verweist darauf, dass gute öffentliche Dienstleistungen und gute Arbeitsbedingungen untrennbar zusammengehören. Personalräte nehmen wichtige Mitbestimmungsaufgaben in den Dienststellen wahr. Dazu gehören unter anderem Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitszeitregelungen und organisatorische Veränderungen. Damit sie diese Aufgaben wirksam erfüllen können, braucht der Freistaat aus Sicht des DGB Bayern zudem ein modernes Personalvertretungsgesetz mit stärkeren Mitbestimmungsrechten, besseren Freistellungsmöglichkeiten und ausreichenden Schulungsansprüchen.

„Personalräte sind ein wichtiger Teil der demokratischen Kultur im öffentlichen Dienst. Sie sorgen dafür, dass unterschiedliche Perspektiven gehört und Konflikte fair ausgetragen werden. Deshalb kommt es bei den Personalratswahlen auf jede Stimme an“, so Stiedl abschließend.

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