Schulstart in Bayern: DGB fordert Investitionsoffensive für Bayerns Schulen

Eder: „Gute Bildung braucht gute Bedingungen.“

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Ordnungsnummer PM 63

Zum Start des neuen Schuljahres fordert der DGB Bayern mehr Investitionen in Bayerns Schulen – sowohl in die Gebäude als auch in das Personal. Der Sanierungsbedarf ist vielerorts groß. Gleichzeitig steigt die Zahl der Schüler*innen auf rund 1,77 Millionen und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen zudem: Bei Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit besteht dringender Handlungsbedarf.

„Gute Bildung braucht gute Bedingungen. Kinder können nur dann gut lernen und Lehrkräfte gut arbeiten, wenn die Voraussetzungen stimmen. Dazu gehören intakte und zeitgemäß ausgestattete Schulen genauso wie genügend Personal und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten“, sagt Marietta Eder, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern.

Wie groß der Investitionsbedarf bei der Infrastruktur ist, zeigt das aktuelle KfW-Kommunalpanel: Bundesweit schätzen die Kommunen den Investitionsrückstand bei Schulen inzwischen auf 68,9 Milliarden Euro. Auch in Bayern werden notwendige Sanierungen angesichts knapper kommunaler Kassen immer wieder aufgeschoben. Gleichzeitig stehen neue finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung: Bayern erhält aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes insgesamt rund 15,7 Milliarden Euro. Allein 2026 stellt der Freistaat daraus 3,9 Milliarden Euro für Investitionen der Kommunen bereit.

„Jetzt ist die Chance da, den Sanierungsstau endlich entschlossen anzugehen. Der Zustand eines Schulgebäudes ist nicht nur eine Frage von Beton und Technik, sondern prägt den Schulalltag jeden Tag. Deshalb muss ein erheblicher Teil der zusätzlichen Mittel in die Sanierung und Modernisierung der Schulen fließen“, so Eder.

Doch Investitionen in Gebäude allein reichen nicht. Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen auch bei Personal und Förderung erheblichen Handlungsbedarf. Deutschlands 15-Jährige schneiden in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften so schlecht ab wie noch nie seit Beginn der Erhebungen. Besonders alarmierend: Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ist in Deutschland weiterhin besonders ausgeprägt.

Der DGB Bayern unterstützt deshalb die Forderungen der GEW Bayern. Vor allem Mittel- und Förderschulen brauchen eine Personalausstattung, die den tatsächlichen Anforderungen gerecht wird; auch kleinere Klassen können Beschäftigte entlasten und bessere Lernbedingungen schaffen. Zum neuen Schuljahr kommen in Bayern rund 20.000 Schüler*innen hinzu. Gleichzeitig werden trotz steigender Schülerzahlen keine zusätzlichen Lehrerplanstellen geschaffen.

„Die PISA-Ergebnisse dürfen nicht auf Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte abgewälzt werden. Wer bessere Bildung will, muss die Schulen gezielt stärken – besonders dort, wo die Herausforderungen am größten sind. Die soziale Herkunft eines Kindes darf nicht über seinen Bildungsweg entscheiden. Dafür muss Bayern dauerhaft in Personal und Infrastruktur investieren“, so Eder abschließend.

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